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Tipps für Deine Tour durch die Salar de Uyuni

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Du möchtest die berühmte Salar de Uyuni sehen und durch das karge Hochland des Altiplano in Bolivien fahren? Dann haben wir hier ein paar Tipps für Deine Tour durch die Salar de Uyuni, damit Dir Wind, Wetter und vor allem die Höhe nicht den Spaß verderben. Denn wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet, wird es ein einmaliges Erlebnis werden!

Suchst Du dagegen noch nach einem guten Anbieter für eine Tour von San Pedro de Atacama zur Salar de Uyuni, dann findest Du hier unsere persönlichen Erfahrungen. Und falls Dich unsere Erlebnisse auf unserer dreitägigen Fahrt nach Uyuni interessieren, kannst Du diese hier nachlesen.

Nun folgen aber erst einmal unsere Tipps für ein ungetrübtes Erlebnis im Altiplano:

Akklimatisiere Dich an die Höhe

Dies ist der wichtigste Tipp, den wir Dir mitgeben: Pass Dich an die Höhe an und unterschätze sie nicht. Es ist zwar personenabhängig, ob man die Höhe gut verträgt oder nicht, aber da man sich in Höhen zwischen 3.000 – 5.000 m bewegt ist es nicht verkehrt, sich hieran 2 – 3 Tage anzupassen.

Als wir unsere Tour durch das Altiplano unternahmen vertrugen mehrere Mitreisende die Höhe überhaupt nicht. Sie waren meist direkt aus Santiago angereist und vertrugen die schnelle Höhenzunahme von 500 m auf über 4.000 m nicht gut. Sie verschliefen oft die komplette Fahrt an allen Tagen und quälten sich bei den Stopps mehr oder weniger aus dem Auto. Sie wurden von Kopfschmerzen und Übelkeit geplagt und mussten teilweise medikamentös behandelt werden. Inwieweit man so die Tour durch diese einzigartige und wunderschöne Landschaft genießen kann sei dahingestellt.

Wir hatten uns zuvor in San Pedro de Atacama akklimatisiert und keinerlei Probleme mit der Höhe und konnten die Tour in vollen Zügen genießen. Zur Akklimatisierung empfiehlt es sich entweder eine Woche in San Pedro de Atacama (2.500 m) zu bleiben, oder wenn man nur weniger Zeit hat dafür Tagesausflüge in größere Höhen zu unternehmen. San Pedro de Atacama hat da zum Glück viele tolle Orte zu bieten. Welche Touren wir im Vorfeld unternahmen kannst Du hier nachlesen.

Unterschätze nicht die Sonne

Während der Tour von San Pedro de Atacama nach Uyuni bewegt man sich immer zwischen Höhen von 3.000 m bis 5.000 m. Schatten ist hier ein rares Gut. Je nach Wetter ist man viele Stunden der direkten Sonne ausgesetzt. Und diese sollte man in solchen Höhen nicht unterschätzen.

Sonnencreme, UV-Lippenschutz, Sonnenbrille und Sonnenhut sollten Dein steter Begleiter sein. Und auch wenn der Himmel wolkenverhangen sein sollte ist die UV-Belastung hier noch sehr stark und kann zu Sonnenbrand führen. Daher sollte der Sonnenschutz wetterunabhängig erfolgen.

Und falls die Salar de Uyuni unter Wasser steht ist extra Vorsicht geboten! Die Wasseroberfläche wirkt wie ein Spiegel und sorgt für extra schnellen Sonnenbrand! Vergiss auch nicht die Füße einzucremen, solltest Du barfuß durch das Wasser laufen.

Die Luft ist sehr trocken

Die Luftfeuchtigkeit im Altiplano ist recht gering. Verbunden mit Hitze und Staub führt dies schnell zu ausgetrockneten Schleimhäuten. Ein unangenehmes Gefühl, das zum Naseputzen verleitet. Nasenbluten kann dann schon mal das Ergebnis sein. Falls Du also eine empfindliche Nase hast empfiehlt sich, ein Feuchtigkeitsspray für die Nase einzupacken oder regelmäßig etwas Feuchtigkeitscreme in die Nase zu verteilen, um Nasenbluten vorzubeugen.

Wasser

Bei den meisten Tourenanbietern sind die Getränke während den Mahlzeiten enthalten. Zusätzlich empfiehlt es sich zwei Liter Wasser pro Person und Tag mitzuführen. Natürlich kann man dabei wetterabhängig auch mehr oder weniger Wasser benötigen. Jedoch sollte man immer darauf achten ausreichend zu trinken, denn dies beugt ebenfalls Problemen in der Höhe vor.

Während der Tour sind die Möglichkeiten Wasser zu kaufen recht begrenzt. Es empfiehlt sich daher, einen Wasserkanister aus San Pedro de Atacama mitzunehmen. 6 L Wasserkanister gibt es dort reichlich zu kaufen.

Temperaturen und Wetter

Auch hier spielt vor allem die Höhe eine Rolle. Es kann morgens oder nachts sehr kalt werden, sodass eine Daunenjacke gute Dienste leistet. Gleichzeitig kann es am Tage in der Sonne aber ebenso brütend warm werden. Das berühmte Zwiebelprinzip ist daher die beste Option. Wir waren in der Regenzeit unterwegs. Die Tage waren warm, die Nächte aushaltbar. Doch gab es täglich Regen und Gewitter im Schnitt 8 Stunden, aber zum Glück erst ab dem frühen Nachmittag.

Staub im Jeep

Hier kommt es sehr auf den gewählten Tourenanbieter an. Manche Reisende berichteten, dass sie wegen des Staubes keine Fenster öffnen durften. Gleichzeitig gab es aber keine funktionelle Klimaanlage. Wir hatten damit jedoch keine Probleme und alles funktionierte einwandfrei. Zusätzlich reinigte unser Fahrer täglich den Innenraum seines Jeeps.

Die Gepäckstücke auf dem Jeep wurden immer gut unter einer Plane verpackt. Trotzdem schützten wir unsere Rucksäcke zusätzlich noch mit unseren Flugschutzhüllen. Somit waren alle unsere Sachen sicher und staubfrei verpackt.

Unterkünfte

Die Unterkünfte variieren je nach Tourenanbieter, doch die erste Unterkunft ist bei vielen meist ein sehr einfaches Hostel. Es gibt mehrere, enge Mehrbettzimmer ohne Heizung oder Dusche, aber mit wenigen Spühlklos. Während des Abendessens hatte man die Möglichkeit kleinere Geräte zu laden.

Die Unterkunft ist einfach aber ausreichend. Schließlich ist man mitten im Nirgendwo. Und wenn alle Mitreisenden sich achtsam verhalten sollten auch die limitierten Toiletten keine Zumutung werden.

Bei unserer zweiten Unterkunft handelte es sich um ein privates Salzhotel unseres Tourenanbieters. Nnur unsere zwei Jeeps waren dort, Doppelzimmer mit eigenem Bad und vor allem eine heiße Dusche. Bei anderen Anbietern kann auch die zweite Unterkunft ein Hostel mit Schlafsälen sein. Nachfragen lohnt sich, denn hier entscheidet es sich, ob man lieber Geld sparen möchte oder etwas mehr „Luxus“ und Privatsphäre bevorzugt.

Essen

Das Essen, jedenfalls bei unserer Tour, war gut und vor allem reichlich. Es gab Frühstück, Mittag, 17-Uhr-Tee und Abendbrot. Dazu gab es immer ausreichend Getränke. Das Essen war hygienisch und abwechslungsreich. Niemand musste hungern und niemand klagte über Magenprobleme.

Doch dieser Punkt ist natürlich sehr stark abhängig vom jeweiligen Anbieter und somit schwer vorherzusagen. Ein paar Riegel und Kekse für den Notfall sollten daher immer im Handgepäck sein. Und für empfindliche Mägen empfiehlt es sich, auch ein Mittel gegen Durchfall dabei zu haben, denn öffentliche Toiletten sind selten.

Verfolgen Thomas:

Die Natur hat mich schon immer interessiert. Unabhängig vom Alter verbrachte ich gerne Zeit draußen. Dies hat sich bis heute noch gesteigert denn ich übernachte gerne im Zelt in der Wildnis und versuche die Schönheit der Natur mit der Kamera einzufangen.

2 Responses

  1. Hannah
    | Antworten

    Hallo, mit welcher Agentur haben Sie die UyuniTour von San Pedro aus gemacht? Ich bin grade vor Ort und ein bisschen überfordert mit dem Riesenangebot. Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen!

    • Thomas
      | Antworten

      Hallo Hannah,

      wir haben unsere Tour mit Expediciones Estrella del Sur unternommen.
      Einen Bericht über unsere Erfahrungen mit dieser Agentur finden Sie in diesem Artikel.

      Viele Grüße

      Thomas

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