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Tour durch Schweden

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Mit der Fähre fuhren wir von Frederikshavn in Dänemark rüber nach Göteborg und starteten unseren Roadtrip durch Schweden. Eigentlich ist Roadtrip zu ausschweifend geschrieben denn wir wollten schnellstmöglich nach Norden mit dem Ziel Kirkenes, Norwegen.

Aber als wir in Linköping ankamen war nicht nur das Wetter verlockend sonnig – Sonne, wir wussten nach Island nicht mehr so recht, um was es sich dabei handelt – vor allem war es H und seine Familie, die uns eine tolle Zeit in Linköping bescherten: es gab vorzügliches Essen und wir schauten das nervenaufreibende EM Fußballspiel Island gegen Frankreich. Vor allem waren es aber die interessanten Gespräche, welche die Zeit einfach nur verfliegen ließen. Und klar Gunnar brauchte seine Aufmerksamkeit: von Vulkanasche bis Matsch und Möwengeschiss wollte alles entfernt werden, er brauchte Öl für den Motor und hakende Scharniere. Dazu gab es ebenfalls eine Komplettwäsche nicht nur für uns, sondern auch für unsere Klamotten und Bettzeug. Ja bei so einem Hausputz des rollenden Heims kann schon Zeit drauf gehen.

Schweden Gamla Linköping
Gamla Linköping

Trotz der umfangreichen Putzaktion blieb noch Zeit etwas durch Linköping zu spazieren. Wir tauchten ins Gamma Linköping ein und wurden zwischen den historischen Häusern sogar noch Zeuge eines Banküberfalls!

Ferner gab uns H noch eine Empfehlung für richtig gutes Brot. Als ausgewanderter Deutscher muss er es ja wissen nach was uns der Zahn tropft. So erstanden wir noch ein hervorragendes Körnerbrot bei Ronaldos.

Das Naturreservat Stendörrens

Knapp 1300 km sind es von Linköping nach Rovaniemi in Finnland. Aufgrund unserer Fahrerfahrung dachten wir, diese Strecke an einem Tag fahren zu können. Pustekuchen. Zu schön war das Naturreservat Stenndörrens nahe Stockholms, zu dem wir einen Abstecher machten. Hier bekommt man auch ohne Kajak einen ersten Einblick in Schwedens Schärenwelt. Für Kajaker ist hier ein wahres Paddeleldorado. Wir nahmen dagegen lieber mit festen Boden unter unseren Füßen vorlieb, das lag uns eher.

Schweden Stendörrens Naturreservat
Hummel auf Nektarsuche

Und bevor wir uns versahen war es Abend. Also schnell einen Rastplatz aufgesucht, der etwas abseits der Autobahn lag. Nettes grün, eigene Picknickbank und saubere Toiletten. Was will man mehr? Am nächsten morgen um 7 Uhr weckte uns ein Presslufthammer samt Bagger unsanft. Ich dachte „Die Schweden haben doch Ferien … Da sollte doch das ganze Land nahezu still liegen?“. Scheinbar nicht die Autobahnmeisterei, welche in unserer Nähe das Fundament des Mülleimers erneuern musste.

Die Stromschnellen Storforsen

Als wir nach einem zügigen Frühstück wieder auf der Autobahn waren jagte eine Vollsperrung die nächste. Jeweils immer mit ellenlangen Umleitungen. Und so zog sich unsere Fahrt auch heute länger als erwartet, zumal wir noch einen Abstecher zu den Storforsen machen wollten.

Die Storforsen sind Skandinaviens längsten, naturbelassene Stromschnellen. Sie erstrecken sich über 5 km und fallen dabei 82 m und auf den finalen 600 Meter sogar 50 m hinab.

Schweden Storforsen
Der Storforsen

Beeindruckt von diesen Wassermassen – teilweise bis zu 850 m3/s – verbrachten wir ein paar schöne Stunden am Storforsen und dem umliegenden Gebiet. Überall fließen kleine Bäche und Wasserfälle. Vielerorts gab es Picknickbänke und Barbecueplätze, an denen qualmende Feuer loderten, um die hungrigen Mücken abzuhalten.

Ankunft in Finnland

So machten wir uns abermals später als erwartet auf den Weg nach Finnland – und wir dachten, mit einem Tag wäre das erledigt, nun waren es schon deutlich mehr. Egal. Das Ziel immer vor Augen ging es weiter, bis … wieder einmal eine Vollsperrung uns zu einer langwierigen Umfahrung zwang.

Doch wir fuhren weiter, schließlich wurde es nicht dunkel und so erreichten wir kurz vor Mitternacht unser Ziel – Rovaniemi, Finnland. Geschafft aber glücklich suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen und fielen müde ins Bett. Wenigstens war Gunnar äußerst genügsam und hat auf 1300 km nur eine Tankfüllung benötigt. Neuer Rekord. Bei 1,35 € pro Liter Diesel eine Wohltat.

Verfolgen Thomas:

Die Natur hat mich schon immer interessiert. Unabhängig vom Alter verbrachte ich gerne Zeit draußen. Dies hat sich bis heute noch gesteigert denn ich übernachte gerne im Zelt in der Wildnis und versuche die Schönheit der Natur mit der Kamera einzufangen.

3 Responses

  1. Jürgen Weginger
    | Antworten

    Hallo, schöner Reisebericht. Der Norden ist auch eines meiner Lieblingsreiseziele. Mit dem Wohnwagen ein einzigartiges Erlebnis. Ich war 2011 das letzte Mal in Schweden. Wird bald mal wieder fällig.

    Gruß
    Jürgen

  2. Hallo ihr Zwei!
    Freut mich, dass es euch in Stendörren gefallen hat. Mit dem Seekajak könntet ihr die tolle Scherenlandschaft natürlich noch viel besser erkunden… ;-) vielleicht irgendwann mal zusammen mit uns!

    LG aus der Schweiz bei 1,44€/LIter Diesel!!!
    /Hartmut

    • Thomas
      | Antworten

      Hey Hartmut!

      Dein Tipp war wirklich erstklassig!!! Das mit dem Seekajak … ich weiß ja nicht … ;-)

      Bis bald

      TM

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