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Start in Hobart

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Uns kann man es aber auch nicht recht machen: an der Ostküste Australiens schwitzten wird bei über 30 Grad und fluchten ab und zu über die unerbittliche Sonne. Hier in Hobart sind wir am meckern, dass wir in langen Klamotten rumlaufen müssen, da uns ein Temperatursturz von knapp 20 Grad erwartete und zusätzlich ein kalter Wind vom Meer weht. Manch einer würde äußern wir haben eine ganz schmale Wohlfühltemperaturspanne von 20,2 – 20,7 Grad.

Die ersten beiden Tage haben wir bei einem Schweizer Pärchen (Lisa und Danny) gewohnt, welches ausgewandert ist und auf lokalen Märkten hausgemachtes Brot und Ravioli verkauft. Nicht nur, dass sie es verstehen optische und geschmackliche Leckerbisse zu kreieren, auch die Zeit bei ihnen war ein Traum: eine unglaublich schöne Wohnung, zwei nette sympathische Menschen, die uns verwöhnten wie in einem 5-Sterne-Hotel. Es hatte schon fast etwas von nach Hause zu kommen oder bei langjährigen Freunden zu wohnen. Für mehr über die Zwei folgt einfach diesem Link.
Wir besuchten den Stand von Lisa und Danny auf dem Farmers Gate Market und sind auch über den bekannten Salamanca Market spaziert. Umhüllt wurden wir dabei von köstlichen Gerüchen, viele handgearbeitete Sachen konnten wir bewundern und alle 100 m verzückte ein Straßenmusiker unser Gehör.

Salamanca Market
Salamanca Market

Die Zeit in Hobart verbrachten wir damit unser Auto (einen 2 Jahre alten Nissan Micra mit 80.000 km) mit Lebensmitteln, Kühlbox, Gas, etc zu füllen um fortan autark durch Tasmanien reisen zu können. 2011 steuerte ich bereits einen Bus durch den Linksverkehr Neuseelands. Die ersten Eingewöhnungsstunden scheine ich verdrängt zu haben, denn ich bin mir nicht mehr bewusst, wie oft man mit dem rechten Ellenbogen gegen die Fahrrertür schlägt bei dem Versuch wie gewohnt schalten zu wollen. Aufgehört zu zählen habe ich, wie oft ich Blinker- und Scheibenwischerhebel verwechselt habe.

In Hobart haben wir aber nicht nur organisatorische Dinge erledigt, sondern sind auch durch die Stadt geschlendert und wir können es nicht anders beschreiben: wir fühlen uns einfach pudelwohl hier. Viele kleine Gässchen, kleine schmucke oder süße Häuser, Hobart hat einfach einen besonderen Charm mit dem wir auf einer Wellenllänge liegen. Nette Menschen ohne Hektik, alle irgendwie bodenständig und liebenswert.

Einzig das Wetter könnte uns etwas wohlgesonnener sein, denn mit 13 Grad und Wind ist es doch recht kühl geworden.
Trotzdem kann man sich in Hobart noch immer ruckzuck den Pelz verbennten, denn dank Ozonloch sind die UV-Werte hier sehr hoch! Daher müssen wir trotz grauen, kühlen Wetters, unserem täglichen Ritual nachgehen, das wir uns seit Brisbane angewöhnt haben.

Im Hafen von Hobart lag ein Schiff von den Seashepherds, die Bob Barker. Bei einer Tour erfuhren wir viel Interessantes, bekamen einen Einblick in die Schiffstechnik, dafür leider weniger in das Leben auf so einem Schiff. Aber das kann ich auch irgendwie verstehen, denn wer möchte seine Wohnung, sein Zimmer für wildfremde Leute öffnen.

Jachhafen
Yachthafen

Die vergangenen zwei Nächte verbrachten wir auf einem Campingplatz. Dort lernten wir ein Pärchen aus Quebec und eines aus Finnland (die unaussprechliche Stadt konnte ich mir nicht merken, dafür, dass sie 140 km nördlich des Polarkreises liegt) kennen. Wir trafen uns alle beim Abendessen, tauschten Erlebnisse aus, schwelgten in Erinnerungen und philosophierten über die Welt. Es war schon lange dunkel, als sich jeder in sein warmes Zelt verkrümmelte.

Wann es das nächste Update von uns geben wird wissen wir nicht, denn wir fahren Richtung Port Arthur. Dort sind zwar nur Tageswanderungen geplant aber wir wissen nicht wie lange wir auf dieser Halbinsel, welche etwas ab vom Schuss liegt, bleiben werden.

Verfolgen Thomas:

Die Natur hat mich schon immer interessiert. Unabhängig vom Alter verbrachte ich gerne Zeit draußen. Dies hat sich bis heute noch gesteigert denn ich übernachte gerne im Zelt in der Wildnis und versuche die Schönheit der Natur mit der Kamera einzufangen.

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