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Der Berg der Engel – Angelcomb im Yukon

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Wer auf der Suche nach einer kurzen Tageswanderung im Tombstone Territorial Park im Yukon ist, dem sei die Besteigung des Angelcomb Peak (1448 m) ans Herz gelegt. Die Wanderung zum Angelcomb Peak ist 6 km lang und gilt als eine sehr einfacher Weg – natürlich mit der nötigen Grundfitness, denn immerhin geht es 590 Höhenmeter hinauf auf den Gipfel.

Der Startpunkt des Wanderwegs ist ein Schotterplatz auf der östlichen Seite des Dempster Highways, welcher sich bei Kilometer 81 kurz nach dem Tombstone Besucherzentrum befindet.

Dem Besucherzentrum sollte man auf alle Fälle einen kurzer Besuch abstatten. Hier gibt es neben interessanten Informationen und selbstgepflücktem Wildkräutertee auch die begehrten Genehmigungen für die Mehrtages-Wanderung vom Grizzly Lake zum Tombstone Mountain. Doch noch wichtiger ist: hier erfährt man ebenfalls, ob es gerade erlaubt ist auf den Angelcomb Peak zu wandern. Das Gebiet ist ein wichtiger Lebensraum für Schafe. Normalerweise ist daher der Weg vor allem während der Lämmerzeit vom 15. Mai bis 1. Juli gesperrt. Da aber die verschiedensten Gründe zu weiteren Sperrungen des Wanderweges führen können, ist ein vorheriges Nachfragen beim Besucherzentrum ausdrücklich erwünscht.

Kanada Yukon Tombstone Territorial Park Angelcomb
Manu hat noch etwas Weg vor sich

Wenn alle nötigen Informationen eingeholt wurden und der Weg für die Öffentlichkeit freigegeben ist kann es losgehen. Angekommen bei der Haltebucht steht man vermutlich vor einem Tor, welches meistens abgesperrt ist. Daher sucht man sich besser vor dem Tor einen geeigneten Parkplatz und läuft ab hier weiter – nicht das am Ende das Auto hinter verschlossenen Toren steht. Dabei sollte man aber so parken, dass ggf. Straßenbaufahrzeuge das Tor noch passieren können.

Auf dem großen Schotterplatz geht der Wanderweg rechter Hand weiter. Es kann sein, dass vom Platz aus der Weganfang schlecht erkennbar ist. Doch sobald man den Startpunkt entdeckt hat ist der stark ausgetretene Weg leicht zu verfolgen.

Von nun an geht es stetig bergauf. Der Beginn des Weges führt durch zum Teil mannshohe Büsche, daher ist es wichtig sich hier erkennbar für Bären zu machen – lautes Reden oder Singen hilft dabei. Das Mitführen von Bearspray oder Bearbangern ist anzuraten.

Doch schon bald ist man aus den Büschen heraus und wandert über Wiesen den ersten Anstieg hinauf. Der Weg wird ab nun zunehmend steiler und felsiger und führt einen über den Bergkamm hinauf zum Gipfel.

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Die letzten Meter

Wir schwitzten gehörig, als wir uns den Bergkamm hinauf arbeiteten. Doch bereits von hier war die Aussicht einfach phänomenal und trieb uns immer weiter voran, hinauf zum Gipfel. Der letzte Abschnitt wurde noch einmal steiler, doch schon bald war die Kraxelei vorbei und wir standen auf dem Gipfel des 1448 m hohen Angelcomb Peak.

Die Ausicht ließ einen schnell jegliche Anstrengung vergessen! Im Westen erstreckt sich ein weitläufiges Tal durch welches sich der East Blackstone River schlängelte und unter einem plätscherte der Yakamaw Creek. Überall um einen herum erstreckte sich eine beeindruckende und unendlich erscheinende Berglandschaft.

Der näheste Berg ist der Trapper Mountain (1908 m). Wenn man möchte kann man zu diesem über den Bergkamm weiter wandern. Ansonsten nimmt man einfach den selben Weg zurück, welchen man auch hinauf gekommen ist.

Uns hat die Aussicht vom Angelcomb Peak sehr beeindruckt, auch wenn die Luft noch entfernte Feuer diesig war. Das man mit sowenig Aufwand solch eine phänomenale Fernsicht hat war kaum zu glauben! Die Wanderung hatte uns richtig Lust gemacht noch weitere Berge hier im Tombstone Territorial Park zu erklimmen.

Doch dafür hatten wir leider keine Zeit, denn morgen wollten wir zu unserer Mehrtageswanderung zum Talus Lake und dem Mount Tombstone aufbrechen. Doch das ist eine andere Geschichte.

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Die Natur hat mich schon immer interessiert. Unabhängig vom Alter verbrachte ich gerne Zeit draußen. Dies hat sich bis heute noch gesteigert denn ich übernachte gerne im Zelt in der Wildnis und versuche die Schönheit der Natur mit der Kamera einzufangen.

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