/ / / / Unterwegs auf dem Alaska Highway – von Dawson Creek nach Fairbanks

Unterwegs auf dem Alaska Highway – von Dawson Creek nach Fairbanks

with Keine Kommentare

Es gibt verschiedene Wege, um von Kanada nach Alaska zu gelangen. Mit Flugzeug, das ist wohl der schnellste Weg. Mit dem Schiff durch die Inside Passage, das ist vielleicht der schönste aber auch teuerste Weg. Oder mit dem Auto auf dem Alaska Highway, das ist wohl der klassischste Weg und genau diesen wollten wir mit unserem eigenen Auto bestreiten.

Nun lag er also vor uns, der berühmte Alaska Highway. 2232 km Straße zwischen Dawson Creek und Delta Junction, dem offiziellen Ende des Highways und weiter 480 km bis zum inoffiziellen Ende in Fairbanks. Was uns hier wohl erwarten würde? Viel hatten wir bereits darüber gehört. Über die Weite, die Einsamkeit … den Mangel an Tankstellen. So machten wir uns voller Freude und Nervosität mit unserem Auto auf zu unserem Abenteuer Alaska Highway.

Der Alaska Highway, auch ALCAN Highway (Alaska-Canadian Highway) genannt, verläuft von Dawson Creek in der kanadischen Provinz British Columbia bis nach Delta Junction im amerikanischen Bundesstaat Alaska. Er wurde im Zuge des zweiten Weltkrieges erbaut und 1942 fertiggestellt. Die Straße diente dazu die USA mit ihren entlegenen Gebieten in Alaska über eine Strecke von (damals noch) 2700 km (1700 Meilen) zu verbinden.

Alaska Highway
Mir gefällt die Landschaft sehr durch die der Alaska Highway führt

Noch heute finden sich entlang der gesamten Strecke „Milepost Signs“, also Meilenangaben, die einen auf historisch wichtige Punkte hinweisen – auch wenn die Meilenangaben teilweise nicht mehr stimmen! Durch unzählige Straßenbaumaßnahmen, Umleitungen und Begradigungen ist der Alaska Highway in der heutigen Zeit um Ganze 468 km (313 Meilen) geschrumpft.

Wie bereits erwähnt beginnt der Highway mit der „Historical Mile 0“ in Dawson Creek, British Columbia. Von hier verläuft der Highway als „BC Highway 97 North“ für 987 km (613 Meilen) durch kanadisches Gebiet vorbei an Fort Nelson und bis zum Yukon Territorium, dessen Grenze der Highway bei der „Historical Mile 635“ überschreitet. Von hier verläuft der Alaska Highway 929 km (577 Meilen) weiter als „Yukon Highway 1“ vorbei an Watson Lake, das berühmt ist für seinen Schilderwald, Whitehorse und Haines Junction. Bei der „Historical Mile 1221.8“ überquert man die Grenze zu Alaska. Von hier aus verläuft der Alaska Highway als „Alaska Route 2“ weitere 322 km (200 Meilen) vorbei an Tok bis nach Delta Junction, dem offiziellen Ende des Highways. Das inoffizielle Ende des Alaska Highways dagegen ist Fairbanks, das weitere 480 km (298 Meilen) entfernt bei der „Historical Mile 1520“ zu finden ist.

Pünktlich zum Start unseres Roadtrips auf dem Alaska Highway in Dawson Creek begann es zu regnen und der Regen blieb für die meiste Zeit auf dem Highway stets ein treuer Begleiter. Doch zum Glück ist die Straße in der heutigen Zeit durchgängig geteert und somit unter normalen Bedingungen leicht zu befahren.

Nichtsdestotrotz können jederzeit unvorhergesehen Ereignisse die Fahrzeit immens verlängern: so gab es regelmäßig Baustellen, an denen man lange auf das Geleitfahrzeug (Pilot Car) warten musste, um anschließend diesem kilometerlang über provisorische Schotterpiste mit mannsgroßen Schlaglöchern zu folgen.

Zwar ist die Tankstellendichte auf dem Highway nicht sehr groß, doch schafften wir es immer ohne Probleme oder den Gebrauch eines Reservekanisters zur nächsten Zapfsäule. Man sollte jedoch jede Tankmöglichkeit sicherheitshalber nutzen, schließlich weiß man nie, was einen hier erwartet.

Alaska Highway
Hier gibt’s kein Benzin mehr

Doch mit Sicherheit kann man sagen, dass man sich auf folgende Dinge einstellen kann:

  • Lange Stunden hinterm Lenkrad, weswegen man die verschiedenen Chancen sich die Beine zu vertreten nutzen sollte.
  • Wunderschöne Landschaften mit Bergen, Seen und endlosen Wäldern.
  • Einsamkeit. Vor allem weiter im Norden begegneten wir nur wenig Fahrzeugen und schliefen selten so seelenruhig und ungestört direkt an einem Highway wie hier.
  • Viele Tiere. Vor allem in den Morgenstunden kann man Bären und Elche beobachten, in den kleinen Seen leben Biber und zwischen Watson Lake und Delta Junction lebt frei eine über 400 Tiere große Bisonherde.
  • Und darum gibt es regelmäßig auch einen Bisonverkehrsstau, da die Bisons gerne am waldfreien Straßenrand grasen und schlafen.
  • Und natürlich gibt es auch ein bißchen Abenteuerfeeling, denn auch wenn die Straßen nun geteert sind, es ist noch immer der berühmte Alaska Highway und das ist schließlich nicht irgendeine Straße.
Verfolgen Manuela:

Bereits seit früher Kindheit interessieren mich Reise- und Naturdokumentationen. Ich mag es die Welt zu entdecken, in ferne Länder zu reisen und in unsere Natur mit all meinen Sinnen einzutauchen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.