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Sternenhimmel über Neuseeland

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Schon seit langem fasziniert es mich den nächtlichen Sternenhimmel zu fotografieren. Bisher hatte ich allerdings nur die Möglichkeit den Himmel der nördlichen Hemisphäre abzulichten, wie z.B. während der Wanderung des John Muir Trails oder zusammen mit dem atemberaubenden Farbspiel der Aurora Borealis in Tromsø.
Daher wollte ich es mir natürlich nicht entgehen lassen während unseres Aufenthaltes in Neuseeland Sternenaufnahmen des südlichen Nachthimmels zu machen.

Wenn man den südlichen Himmel betrachtet, fällt einem bereits schon am Tage ein Unterschied zur nördlichen Hemisphäre auf! Kennt bei uns fast jedes Kind den Spruch „Im Osten geht die Sonne auf, im Süden ist ihr Mittagslauf, im Westen wird sie untergehen, im Norden ist sie nie zu sehen.“, ist dieser auf der südlichen Hemisphäre nicht mehr gültig. Zwar geht natürlich die Sonne noch immer im Osten auf und im Westen unter, doch wandert sie dabei über den Norden und nicht den Süden! Das sollte man immer im Hinterkopf haben, sei es, um auf das richtige Licht für das perfekte Foto zu warten oder bei der Orientierung mit Hilfe des Sonnenstandes im Feld … schließlich möchte man nicht in die falsche Richtung laufen!

Noch größer werden die Unterschiede, sobald man sich den abendlichen Himmel näher betrachtet. So wie die Sonne sich bereits nicht an die altbewährte Merkregeln hält, macht es auch der Mond nicht! Auf der Südhalbkugel steht der Mond nämlich sozusagen Kopf, wodurch der zunehmende Mond hier auf der linken Seite beleuchtet wird und der Abnehmende auf der Rechten. Daher wechseln hier die Mondphasen von links nach rechts also genau andersherum als wir es von der nördlichen Hemisphäre kennen. Das sollte man berücksichtigen, wenn man auf Neumond wartet um möglichst wenig störendes Licht für die Sternenfotografie zu haben.

Natürlich gibt es hier auch eine ganze Reihe neuer Sternbilder zu bewundern. Doch auch bekannte Sternenformationen lassen sich entdecken, wie z.B. das Sternbild Orion, das natürlich in Neuseeland auf dem Kopf steht! Das bekannteste und allgegenwärtige Sternbild des Südens ist natürlich das Southern Cross – das Kreuz des Südens. Dies ist so bekannt, dass es das Sternbild auf die Flaggen von Australien, Neuseeland, Brasilien, Papua-Neuguinea und Samoa geschafft hat! Allgemein hat man das Gefühl, dass der südliche Nachthimmel viel voller erscheint. Man kann Myriaden von Sterne sehen und darüber hinaus gibt es sogar Nebel und dunkle Wolken zu entdecken! Dabei erscheint einem diese als schwarzer Fleck in der Milchstraße, kein Wunder, dass er auf deutsch Kohlensack heißt.
In Neuseeland ist die Bevölkerungsdichte nicht so hoch wie z.B. in Deutschland. Deshalb hat man fast überall außerhalb der Städte gute Chancen den nächtlichen Sternenhimmel zu bewundern. An nachfolgenden Orten sahen wir den Nachthimmel besonders gut:

• Lake Tekapo (ausgewiesen als Dark Sky Reserve)
• Catlins
• Weg zum Milford Sound
• Mount Aspiring National Park
• Abel Tasman National Park

 

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Die Natur hat mich schon immer interessiert. Unabhängig vom Alter verbrachte ich gerne Zeit draußen. Dies hat sich bis heute noch gesteigert denn ich übernachte gerne im Zelt in der Wildnis und versuche die Schönheit der Natur mit der Kamera einzufangen.

2 Responses

  1. Melanie
    | Antworten

    Hey, eine Frage: Wenn du den Sternenhimmel fotografiert hast, wo hast du mit deinem Camper anschließend geschlafen? Wir fliegen in zwei Wochen ebenfalls nach Neuseeland und möchten gerne so viele Sonnenuntergänge und Sternenhimmel wie es geht mitnehmen, nur fragen wir uns, wo man anschließend schlafen soll. Auf Campingplätzen könnte dann bereits alles ausgebucht sein und wildcampen ist ja leider nicht erlaubt (mit einem nicht self-contained Fahrzeug, wie wir es haben).
    Hast du da vielleicht einen guten Tipp?

    Vielen Dank, Melanie

    • Thomas
      | Antworten

      Hallo Melanie!

      Die Fotos im Artikel mit unserem SleeperVan entstanden auf dem Weg zum Milford Sound. Dort gibt es genug DOC Sites, welche keine elektrische Beleuchtung haben und sich somit anbieten.
      Alternativ einen größeren Campingplatz in der Nähe einer Lokalität, die euch interessiert, buchen und diese nachdem ihr den Sonnenuntergang/Sternenhimmel erlebt habt, aufsuchen. Bietet sich für Lake Tekapo und Umgebung an. Oder am besten: wandern gehen und in einer Hütte oder Zelt übernachten.

      Viele Grüße

      Thomas

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