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Pläne ändern sich

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Während der Planung unserer Weltreise link hätten wir es uns nicht träumen lassen, dass wir auf unserer Reise einen kurzen Boxenstopp zu Hause machen. Aber Manu wurde Patentante, so dass wir für die Taufe ihrer Nichte für ein paar Tage in die Heimat flogen.

Wie ist es nach einem halben Jahr wieder nach Hause zu kommen bzw. für einen Boxenstopp nach Deutschland zurückzukehren?

Bereits am Flughafen schlug uns die Unfreundlichkeit der Zollbeamten entgegen und auf dem Weg nach Hause war der deutsche Autoverkehr erdrückend. Soviel Verkehr trotz der späten Stunde gab es höchstens in Auckland während der Rushhour. Man merkt einfach, dass in Deutschland 14-mal mehr Menschen pro Quadratkilometer leben als in Neuseeland.
Das Radio, die Nachrichten waren erfüllt von Mord und Todschlag, Verbrechen schien an der Tagesordnung. Deutschland wirkte auf einmal als gefährliches Pflaster, man muss aufpassen wo und wann man unterwegs ist. So jedenfalls kam es uns vor, nachdem wir das letzte halbe Jahr nicht viel aus Deutschland mitbekommen hatten.

Es war natürlich sehr schön die Familie bei der Taufe zu sehen, eine unbeschreiblich leckere selbstgemachte Pizza mit Freunden zu teilen oder mit ihnen am Grill Zeit zu verbringen und Neuigkeiten auszutauschen. Wir genossen ein paar sonnige Frühlingstage: dieser Geruch, das saftig-leuchtende Grün, die Vögel und Insekten.

Allerdings schlug uns auch einiges auf den Magen. Das Leben in unserer Heimatstadt wirkte gehetzt und gestresst. Es war so ganz anders als in Tasmanien und Neuseeland. Vergeht die Zeit in Deutschland schneller? Unsere Tage flogen jedenfalls nur so dahin ohne das wir alles erledigen konnten, was es zu erledigen galt.

Thomas meint: Überfluss
Ich kann Frauen verstehen, die vor ihrem Kleiderschrank stehen und sich beklagen, dass sie nichts zum Anziehen hätten. Dies liegt weniger an einem Mangel, als an einem Überfluss. Denn als ich meinen Kleiderschrank aufmachte dachte ich: „Herrje, was soll ich anziehen?“ Zu viele T-Shirts und Hosen standen zur Auswahl. Ich sah mich überfordert eine Auswahl zu treffen, stiefelte zurück zu meinem Trekkingrucksack und griff nach dem Gewohnten und Bewährten.

Es war schön ein richtiges Bett zu haben, einen Raum, 4 Wände, eine Küche und eine Dusche nur 2 Schritte entfernt. Aber alles war so riesig. Eine Größe wie wir sie nach dem Leben im Zelt, im Auto, nicht mehr gewohnt waren. Die Einfachheit des Campingkochers und Schlafsacks fehlte. Auf der anderen Seite genossen wir es in ein richtiges Vollkornbrot zu beißen, schmackhaften Käse zu essen und auch einfach mal unseren Kram unordentlich verteilt rumliegen lassen zu können. Der Vorteil von einem eigenen „Reich“, seinem eigenen Platz.

Wir stellten fest wie günstig Lebensmittel in Deutschland sind: z.B. eine Ananas, welche um den halben Planeten gekarrt wurde kostet 1 €. In Neuseeland dagegen kosteten landeseigene Avocados gerne mal 3 $.

Der Boxenstopp zu Hause hatte den Vorteil, dass wir ein paar Sachen dort lassen bzw. austauschen konnten.
Ferner suchten wir den Zahnarzt auf: mit unseren Beißern war zum Glück noch immer alles in Ordnung.

Eigentlich Island

Nach der Taufe wollten wir nach Island fliegen, dort eine Woche bleiben und dann Vancouver ansteuern. Leider wurde daraus nichts, da Manu erkrankte, so dass wir Island streichen mussten und eine Woche später als geplant nach Vancouver flogen. Manchmal kommt es anders als geplant und wahrscheinlich lag es an der vollgepackten Zeit. Wir waren genauso gehetzt und geschäftig wie es mein obiger Absatz zur Ankunft in Frankfurt beschreibt. Dies schlug auf die Gesundheit. Jedoch ist die verpasste Islandreise kein Grund zu schimpfen oder sauer zu sein. Unsere Wanderung des Gillespie Passes hat gezeigt, dass Änderungen positiv sein können.

Verfolgen Thomas:

Die Natur hat mich schon immer interessiert. Unabhängig vom Alter verbrachte ich gerne Zeit draußen. Dies hat sich bis heute noch gesteigert denn ich übernachte gerne im Zelt in der Wildnis und versuche die Schönheit der Natur mit der Kamera einzufangen.

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