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100 Tage auf Weltreise – Ein Zwischenfazit

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Heute vor 100 Tagen brachen wir zu unserer Weltreise auf. Bisher war es ein sehr schöner und interessanter Trip, den wir nur im ersten Monat etwas anders hätten gestalten sollen: weniger Städte.

Viel von der Welt haben wir bisher nicht gesehen, denn auch wenn andere in 100 Tagen um die Welt reisen, sind wir erst in Neuseeland angekommen und haben somit gerade mal 3 Länder bereist.

Unser erster Boxenstopp für ein paar Tage war Singapur: zu heiß, zu schwül zu viele Menschen. Aber nun haben wir diese Hightech Metropole gesehen und einen Eindruck gewonnen.

Weiter ging es an der Ostküste Australiens mit einem Städte-Hopping: von Brisbane über Sydney nach Melbourne. Am besten hat uns von diesen Metropolen Bisbane gefallen.

Als wir Tasmanien erreichten wurde es ruhiger und wir waren von der Natur überwältigt und von der Tierwelt fasziniert. Leider spielte das Wetter die ersten 10 Tage nicht mit, so dass der viele Regen etwas die Stimmung drückte. Nichtsdestotrotz war es grandios durch dieses kleine vielfältige „Land“ zu reisen.

Negativ aufgefallen sind uns bisher nur das Preisniveau in Australien. Essen gehen ist so gut wie unmöglich und der Wocheneinkauf Lebensmittel kostet knapp das 2,5 fache im Vergleich zu Deutschland und da ist nichts exotisches dabei (z.B. profaner billig Cheddar 16$ pro Kilo).

In den großen Städten haben wir mittels AirBnB Unterkünfte gefunden. In Tassi haben wir bis auf 9 Nächte ausschließlich im Zelt geschlafen. Wenn es nicht gerade schüttet oder stürmt ist dies auch sehr schön, denn kein Wecker weckt uns, sondern die Geräusche der Natur. Nichtsdestotrotz haben wir uns das ein oder andere Mal einen Platz zum Sitzen oder zum windgeschützten bequemen Kochen gewünscht. Es ist eben doch etwas anderes wenn man dicke Hauswände um sich hat oder eine nur wenige Milimeter dicke Zeltplane. Dies ist uns zu Hause im Alltag gar nicht so bewusst.

Unsere Selbstversorgung mittels Campingkocher klappt hervorragend. Dank unseres Kochequipments können wir vielfältig kochen und für Leckereien suchen wir Cafes auf.

Unsere bisher längste Wanderung war der Overland Track und die härteste über den Mount Fortescue zum Cape Pillar.

Thomas meint: Wertschätzung
Wir wollen so lange wie möglich um die Welt reisen. Deshalb kochen wir auf dem Campingkocher und gehen sehr selten essen. Falls wir uns doch einmal etwas im Restaurant leisten, teilen wir uns dann meist sogar eine Portion. Wenn wir am Nachbartisch dann sehen wie viel Essen z.B. ganze Stücke Fisch weggeschmissen werden tut es richtig weh, denn wir würden es gerne essen. Wir leiden keinen Hunger aber der Appetit nach solchen Köstlichkeiten lässt uns fast den Teller ablenken. Wie krotesk, pervers muss es für jemanden erscheinen, der wirklichen Hunger leidet wenn er mitbekommt wie viel tadellose Lebensmittel in den Industrieländern im Müll landen??? Der Mehrheit der Bevölkerung ist die Wertschätzung für die Produkte, welche uns am Leben erhalten über die Masen abhanden gekommen, so dass Lebensmittel ohne mit der Wimper zu zucken im Müll landen. Millionen und Abermillionen Tonnen. Auf der anderen Seite: wer würde sein Statussymbol iPhone, das nicht das Überleben sichert, kurz nach dem Kauf in den Müll schmeißen?
In den Metropolen waren wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. In Tasmanien hatten wir einen Mietwagen. Den Mietwagen fanden wir super, denn wir konnten unabhängig die Ziele ansteuern, die wir erkunden wollten und vor allem wann wir wollten. Dabei gefällt uns unser bisheriges Reisetempo sehr gut denn wir haben im Schnitt 98,3 Kilometer pro Tag zurück gelegt. Liegt natürlich auch an unseren Wanderungen oder wenn wir mehrere Tage an einem Ort verweilten. Das einzige worüber wir ab und an diskutieren ist wie es wohl wäre einen Sleepervan zu haben, in dem man besser vom Wetter geschützt wohnen bzw. auch mal sitzen kann. Unser Zelt ist zwar gut aber für monatelanges drin wohnen einfach zu klein und vor allem können wir darin nicht kochen.

Kaputt gegangen ist bisher zum Teil nur meine Isomatte (Innenkammer geplatzt) und auf einem Flug wurde unsere Pfanne verbogen.

Bereichert wurde unsere Weltreise bisher durch viele herzliche Einheimische (unter denen uns manche sogar ein Dach über dem Kopf gewährten), andere interessante Reisende und viele positive, aber auch einige negative Erfahrungen.

Auch freuen wir uns sehr über das Feedback unserer Leser in Form von Kommentaren und netten Emails wie:

Eure Berichte machen mit sehr viel Freude und so kann  ich  – durch  Euch –  auch eine Weltreise machen

Unseren Reisealltag versüßt haben aber auch Spenden in Form:

Das nächste Fazit wird es nach 1/2 Jahr Weltreise geben. Wir sind gespannt was wir bis dahin alles erleben werden bzw wie unsere Gedanken dann Aussehen.

Wer noch an Fotoimpressionen unserer Weltreise interessiert ist findet diese hier.

Mittlerweile haben wir unsere Gedanken nach 1/2 Jahr auf Weltreise und nach 1 Jahr auf Weltreise niedergeschrieben. Ebenso nach 500 Tagen.

Verfolgen Thomas:

Die Natur hat mich schon immer interessiert. Unabhängig vom Alter verbrachte ich gerne Zeit draußen. Dies hat sich bis heute noch gesteigert denn ich übernachte gerne im Zelt in der Wildnis und versuche die Schönheit der Natur mit der Kamera einzufangen.

2 Responses

  1. Björn
    | Antworten

    Hey ihr Zwei,

    vielen Dank für euer sehr interessantes Zwischenfazit. Finde es super, dass ihr nicht blind durch die Gegend reist, sondern euch auch einige gesellschaftskritische Gedanken macht.
    Das Thema Wertschätzung – man kann es kaum besser schreiben.
    Macht so weiter die nächsten 100 Tage und passt auf euch auf! ;-) LG Björn

    • Thomas
      | Antworten

      Hi Björn!

      Danke für deinen Kommentar.
      Während unserer Reise sehen wir vieles was nicht richtig ist wie sich die Menschen verhalten.
      Aber leider sind auch wir keine Heiligen auf unserer Weltreise denn wir benutzen Flugzeuge und haben einen Mietwagen.
      Hoffe, dass ich durch meine 20 Jahre Vegetarier-Sein ein paar Pluspunkte gesammelt habe auf meinem persönlichen Klimakillerkonto, welche ich mit den Flügen und dem Autofahren „verrechnen“ kann.
      Eine Weltreise mit dem Fahrrad mag die umweltverträglichste Art sein aber ich mag leider nicht den Windzug vorbeirasender Autos spüren.

      Liebe Grüße aus Te Anau

      Thomas

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