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Urlaub von unserer Weltreise auf Vancouver Island

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Eigentlich wollten wir gar nicht nach Vancouver Island, denn es passte irgendwie nicht in unseren Zeitplan und die Kosten für die Fährüberfahrt wollten wir sparen. Zu viele Leute schwärmten jedoch von der Insel, so dass wir kurzentschlossen doch die Fähre nach Vancouver Island (88 $ für unseren undersize Minivan) nahmen.

Vancouver Island ist, wie der Name schon sagt, eine Insel im Westen Kanadas. Sie liegt mit der Fähre circa 2 Stunden vom Festland entfernt und hat eine Fläche von 31.285 km². Vancouver Island ist die größte Insel Kanadas im Pazifik. Daneben gibt es hier noch viele kleinere und größere Inselgruppen. Die bekannteste ist dabei wohl Haida Gwaii – früher bekannt als Queen Charlotte Islands. Viele Touren werden zu diesen einmaligen Inseln angeboten – sofern man das nötige Kleingeld besitzt, denn die Ausflüge sind recht teuer. Auf Vancouver Island selbst leben knapp 765000 Einwohner – davon die meisten im Süden der Insel, wo sich auch der Hauptort Vancouver Islands, die Stadt Victoria, befindet.

Vancouver Island Port Hardy
Port Hardy

Wir entschlossen uns jedoch gegen den touristischen Süden der Insel, ließen Victoria und Tofino links liegen. Uns zog es in den Norden von Vancouver Island. Wir wollten Natur erleben und Tiere beobachten und weniger Städte besichtigen oder Surfen gehen.

Vancouver Island – Port Hardy

Nach unserer Ankunft in Nanaimo fuhren wir weit in den Norden von Vancouver Island, nach Port Hardy. Auch wenn es mehr oder weniger den ganzen Tag regnete war es ein wunderschöner Ort. Außer uns nur eine Handvoll Touristen.

Vancouver Island Port Hardy
Weißkopfseeadler startet durch

In der Bucht vom Storey Beach waren wir fast allein. Bei unserem Strandspaziergang bei Ebbe begegneten wir nur Einheimischen. Dafür waren die strandnahen Bäume voll mit Weißkopfseeadlern (Bald Eagle). Wir hätten niemals gedacht, dass wir derart viele sehen würden. Allerdings waren Sie recht faul und zeigten nicht mal ansatzweise ihre Fangkünste.

Abends parkten wir unseren Van unter Bäumen mit Blick auf das Meer und ließen bei geöffneter Heckklappe den Tag ausklingen.

Wir hörten das Gekreische der Möwen, sahen eine Robbe im ruhigen Meer schwimmen, rochen die salzige Luft. Einfach herrlich. Was für ein friedlicher Ort. Ein toller Kontrast zu unserer bisherigen meist schnellen Reise und völliger Gegensatz zur Lautstärke in Highwaynähe.

Vancouver Island Telegraph Cove
Willkommen in Telegraph Cove

Vancouver Island – Telegraph Cove

Das kleine Örtchen Telegraph Cove – permanente Einwohnerzahl 8 – hat uns sehr gut gefallen. Natürlich war der Ort für Touristen ausgelegt, schließlich ist er berühmt für seine Tierbeobachtungstouren und auch Angler kommen hier auf ihre Kosten, trotzdem wirkte er ruhig, beschaulich und nicht überlaufen.

Die kleinen bunten Häuschen bzw. der gesamte Ort ist auf Holzpfählen in einer kleinen Meeresbucht erbaut und versprühte seinen ganz eigenen Reiz. Man fühlte sich fernab von allem Trubel und Hektik.

Vancouver Island Telegraph Cove
Die leckeren Spinat-Feta-Taschen von Lesly

Hier konnten wir wunderbar bei Coffee Shack entspannen und entdeckten dort unser persönliches kleines Highlight: Spinat-Feta-Taschen, welche eine wahre Gaumenfreude waren. Vor allem, um sich nach einer regnerischen Waltour zusammen mit einem guten heißen Kaffee wieder aufzuwärmen! Nicht verwunderlich das die Teigtaschen so lecker sind, werden sie doch von Lesly selbst gebacken, der mit einer Griechin verheiratet ist. Die meisten kommen allerdings aufgrund seiner riesigen, ebenfalls täglich frisch gebackenen, Cinnamon Buns zu ihm, welche zwar ebenfalls sehr lecker waren aber den Spinat-Feta-Taschen nicht das Wasser reichen können.

Der Abschied fällt uns schwer

In den vergangenen 2 Monaten haben wir knapp 10.000 Kilometer mit unserem Auto in Kanada zurückgelegt. Vancouver Island wurde für uns zu einem Ort der Entschleunigung. Zum ersten Mal seitdem wir unser Auto haben verbrachten wir eine Woche mehr oder weniger an ein und demselben Ort. Wir machten praktisch Urlaub von unserer Weltreise und es tat gut.

In Campbell River gönnten wir uns im Hafen bei Dick’s Fish’n’Chips zwei Mal einen sehr leckeren Snack. Ganz stilecht Lachs’n’Chips und es war der beste Fisch seit langem!

Kanada Campbell River Fish and Chips
Bisher der beste Lachs in Kanada

Es war wunderschön zwei Regentage in Port Hardy zu verbringen und vom Storey Beach die Weißkopfseeadler zu beobachten. Die Wale, welche wir in der Bucht vor Telegraph Cove sahen und erst recht die Grizzly Mama mit ihrem Jungen werden wir den Rest unseres Lebens nicht vergessen.

Der Abschied von Vancouver Island fiel schwer, denn zu wohl fühlten wir uns.

Verfolgen Thomas:

Die Natur hat mich schon immer interessiert. Unabhängig vom Alter verbrachte ich gerne Zeit draußen. Dies hat sich bis heute noch gesteigert denn ich übernachte gerne im Zelt in der Wildnis und versuche die Schönheit der Natur mit der Kamera einzufangen.

One Response

  1. Werner
    | Antworten

    Der Adler im Start hat mir gut gefallen. Wir haben ihnnur sitzend erwischt. Euch weiter eine gute und vor allem sonnigere Reise.
    Werner

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