Der VW Caddy Maxi wird zum CamperVan

with 10 Kommentare

In Tasmaninen, Neuseeland und Nordamerika haben wir es lieben und schätzen gelernt. In Südamerika haben wir es dagegen schmerzlich vermisst. Die Rede ist von unserem eigenen, mobilen Zuhause. Einen sicheren Rückzugsort, der uns vor Wind und Wetter schützt, in dem wir sicher vor wilden Tieren sind und uns gleichzeitig die Flexibilität gibt, alle Orte zu erreichen unabhängig von öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrplänen oder anderen Menschen, genau dann wenn uns die Spontanität überkommt.

Daher stand schon bald für uns fest: für den letzten Abschnitt unserer Weltreise wollen wir wieder in unserem eigenen Sleepervan unterwegs sein. Nachdem wir das letzte Mal in Kanada in Vancouver einen Dodge Grand Caravan erwarben und umbauten, fiel dieses Mal unsere Wahl auf einen VW Caddy Maxi. Wie wir dieses Fahrzeug in unser mobiles Zuhause verwandelt haben verraten wir Dir hier.

Fünf Monate wollen wir mit unserem Auto durch Nordeuropa reisen, vornehmlich durch Island und Sápmi, also dem nördlichen Norwegen, Schweden und Finnland. Diese Region ist wohl besser bekannt unter dem Namen Lappland. Da uns zwischen Abreise aus Südamerika und Weiterreise in den Norden nicht viel Zeit blieb, bauten wir uns auf die schnelle ein kleines Zuhause in unseren VW Caddy Maxi bestehend aus einem großen Bett und Stauraum unter selbigem. Ferner planten wir wieder Klappmechanismen ein, so dass wir die Rückbank des Caddys noch immer benutzen können – zum Sitzen, Faulenzen oder um Leute mitzunehmen – und auch, um vom Kofferraum aus besser auf den Stauraum unter dem Bett zugreifen zu können.

Thomas meint: Caddy CamperVan 2.0
Nachdem wir 5 Monate mit dem unten dargestellten Ausbau durch Nordeuropa gereist sind wissen wir was uns fehlt und was wir verbessern können. Aus diesem Grund werden wir unseren Caddy erneut umbauen. Alles weitere hierzu gibt es in einer neuen Artikelserie zu unserem Ausbau Gunnar 2.0.
Vielleicht interessiert es den ein oder anderen, wie genau der Ausbau zu unserem Sleepervan mit Bett funktionierte? Oder welche Maße das Gestell haben muss, um in einen VW Caddy Maxi zu passen? Daher folgt hier nun ein Bericht über unseren kleinen aber feinen Camperausbau, gemäß dem Motto: vom Hochdachkombi zum Sleepervan bzw. Campervan.

Wer sich dagegen für den Ausbau eines Dodge Grand Caravan interessiert, kann unsere Variante mit einer Bett-Couch-Kombination hier nachlesen.

1. Das Auto – der VW Caddy Maxi:

Lange haben wir hin und her überlegt, welches Auto für uns in Frage käme. Eines war klar: das Auto muss lang genug sein, um darin bequem schlafen zu können ohne, dass die vorderen Sitze vorgezogen oder vorgeklappt werden müssen. Wir wollten uns die Flexibilität erhalten allzeit fahrbereit bzw. schlafbereit zu sein, ohne größere Umräumaktionen.

VW Caddy Maxi silber
Unser VW Caddy Maxi

Kurzzeitig spielten wir mit der Idee einen Kleinbus wie den VW T4 oder den Renault Trafic zu erwerben. Darin hätte man natürlich extrem viel Platz und unzählige Ausbaumöglichkeiten. Doch diese Busse sind zum einen sehr teuer, zum anderen sind sie im normalen Alltag natürlich unpraktischer und für uns etwas überkandidelt. Zwar werden wir nun noch einmal länger unterwegs sein aber dann? Wer weiß das schon. Daher entschieden wir uns für eine – in unseren Augen perfekte – Zwischenlösung: einen Hochdachkombi. Noch klein genug für den Alltag aber groß genug, um ihn zu einem kleinen Camper umzubauen. Wichtig ist nur, egal für welchen Hochdachkombi (Opel Combo, Fiat Doblo) ihr euch entscheidet, es muss die Maxi bzw. Lang-Version sein, denn sonst ist ein Schlafen im Auto nur mit umgeklappten Vordersitzen möglich.

So fiel unsere Wahl auf einen VW Caddy Maxi. EURO 5 / Euro 6 Diskussionen und Abgasskandalen des EA 189 zum Trotz, entschieden wir uns für einen Diesel. Diese waren zum einen einfach weiter verbreitet als die Benzinvariante, zum anderen ist der Verbrauch des Dieselfahrzeuges geringer. Aber hier hat wohl jeder seine eigene Meinung und Vorlieben! Zudem lassen sich die zweite und dritte Sitzreihe des Caddy mit zwei Handgriffen spielend leicht entfernen und man erhält so einen ebenen Boden. Perfekt!

2. Planung des Sleepervan Ausbau:

Nun waren wir also wieder einmal stolze Besitzer eines mobilen Untersatzes –  dem VW Caddy Maxi, der folgende Eckdaten aufwies:

Außenmaße:

Länge: 4,87 m
Breite: 2,06 m (inkl. Spiegel)

Innenmaße des “Wohnbereiches”:

Länge: 2,25 m
Breite: 1,12 m (wegen der Verkleidung der hervorstehenden Radkästen)
Höhe: 1,23 m

VW Caddy Maxi CamperVan SleeperVan Bett
Das Bett in seiner vollen Größe

Angegebener Verbrauch:

City: 6,7 pro 100 km
Highway: 5,3 L pro 100 km

Ob sich der Gute an diese Angaben halten wird, werden die nächsten Monate zeigen!

Nun konnte also der Ausbau folgen. Doch vor jedem Bauen steht natürlich erst einmal das Planen! So machten wir uns Gedanken über schnelle, unkomplizierte Lösungen und skizzierten die verschiedensten Varianten. Wichtig war uns, dass der Ausbau flexibel ist und schnell geht! Die zweite Sitzreihe sollte ihre Funktion behalten und der gesamte Ausbau sollte jederzeit schnell und spurlos wieder entfernbar sein.

3. Der Sleepervan Ausbau:

So entschieden wir uns für ein einfaches Bett, welches genügend Stauraum unterhalb bieten soll. Ein klappbarer Abschnitt vorn und hinten gewährleistet den besseren Zugang zu dem darunter liegenden Stauraum und ermöglicht gleichzeitig die Funktionalität der zweiten Sitzreihe zu erhalten.

VW Caddy Maxi CamperVan SleeperVan Bett
Das Bett liegt auf der Rückbank auf ist aber dennoch klappbar

Die Breite des Bettes wurde durch die wuchtige Radkastenverkleidung im Innenraum des Autos vorgegeben. Diese kostet  zwar gehörig Platz in der Breite (nur 112 cm im Innenraum), bietet aber zugleich eine Vielzahl an kleineren und größeren Staufächern. Um kleineren Unsicherheiten beim Ausbau vorzubeugen entschlossen wir uns das Bett 110 cm breit zu bauen. Die Höhe des Bettgestells wurde durch die Höhe der umgeklappten Sitze der zweiten Reihe bestimmt, auf welchen die Spanplatte später aufliegen sollte. Damit ergab sich eine Gesamthöhe des Bettes von 32 cm. Das gesamte Bettgestell planten wir kleiner als die endgültige Größe des Bettes. Damit ist sichergestellt, dass das Gestell am Ende auch in den Kofferraum passt. Zudem spart es Gewicht und natürlich bares Geld, da man weniger Holz verarbeiten muss.

Die Maße unseres Bettgestells waren somit wie folgt (LxBxH): 110 cm x 104 cm x 30 cm

Wer sich nun wundert, dass das Gestell nur 30 cm hoch ist, wir doch aber vorher von 32 cm redeten, dem sei gesagt: Der Boden des VW Caddy Maxi besteht „leider“ aus einer Art festererem Schaumstoff. Hier würde das Bett bei Belastung mit der Zeit deutliche Abdrücke hinterlassen. Um die Punktbelastung der Bettbeine breiter zu verteilen, haben wir uns entschlossen diese mittels kleiner, quadratischer Brettchen zu verringern. Diese Bretter haben eine Dicke von 2 cm, was zu einer endgültigen Betthöhe von 32 cm führt. Problem gelöst!

Auf dieses Gestell kommt eine Spanplatte, der folgenden Endgröße (LxBxH): 190 cm x 110 cm x 1,3 cm

Die Spanplatte unterteilten wir in drei Teile mit den folgenden Maßen (LxBxH): zwei Stücke á 75 cm x 110 cm x 1,3 cm und ein Stück 40 cm x 110 cm x 1,3 cm

VW Caddy Maxi CamperVan SleeperVan Bett
Die Rücksitzbank kann bei Bedarf verwendet werden

Zum Schutz vor Splittern haben wir die Spanplattenteile, sowie die Füße des Bettes, mit Stoff (wir nahmen alte Bettlaken) beklebt. Ein 75 cm langes Spanplattenteil wurde feste mit dem Bettgestell mittig verschraubt. Das kurze Teil wurde mittels zweier Scharniere kofferraumseitig montiert, sodass es in einem 90° Grad Winkel nach oben klappbar ist. Das zweite 75 cm lange Spanplattenteil wurde ebenfalls mittels zweier Scharniere auf der anderen Seite verbaut. Hier ist darauf zu achten, dass die Scharniere eine 180° Grad Bewegung des Plattenteiles ermöglichen müssen, sodass dieser Teil entweder auf die umgeklappten Rücksitze gelegt werden kann und ein vollständiges Bett entsteht, oder bei Bedarf vollständig auf das restliche Bett zurückgeklappt werden kann, sodass die Rücksitze benutzbar sind und gleichzeitig die Spanplatte nicht die Sicht nach hinten behindert (was der Fall sein könnte, würde die Platte nur z.B. 90° Grad umklappen können). Da auch das fest montierte Spanplattenteil 75 cm lang ist, wird der Klappmechanismus von der Kofferraumseite aus nicht blockiert, sodass man auch in dieser Variante noch problemlos an den Stauraum unter dem Bett gelangen kann.

Zur Stabilisierung der Spanplatte haben wir noch einige Querhölzer verbaut. Ob bzw. wie viele Querhölzer nötig sind entscheidet sich je nach Dicke / Qualität der genutzten Platte bzw. der Anzahl der Personen im Bett. Wir wollten jedenfalls lieber auf Nummer sicher gehen bevor das Gestell unter uns zusammenbricht und haben daher eher mehr als zu wenig Querhölzer zur Stabilisierung eingebaut. Schließlich will man auch mal im Bett sitzen oder sich frei bewegen können, ohne Angst um die Konstruktion haben zu müssen.

VW Caddy Maxi CamperVan SleeperVan Bett
Leicht Zugriff auf den Stauraum

Zwar besitzt unser Caddy bereits getönte Scheiben, doch diese waren uns nicht dunkel genug, um genügend Privatsphäre zu gewährleisten. So besorgten wir uns noch schwarzen Stoff für Gardinen, die wir mittels Ausziehgardinenstangen und Tesa PowerStrips befestigten. Jetzt fehlte nur noch das Bettzeug und es konnte losgehen!

4. Fazit CamperVan Ausbau:

Alles in allem hat der Ausbau unseres Hochdachkombis zum Sleepervan super funktioniert und das Bett ist stabil geworden und bequem zum Schlafen für zwei. Zwar ist es mit 110 cm nicht gerade das breiteste Bett (zum Vergleich in Nordamerika im Dodge Grand Caravan hatten wir 122 cm) aber das stört uns nicht. So haben wir nun ein mobiles Bett, was uns auch bei schlechten Wetterbedingungen einen kuschliges Plätzchen zum Flätzen, Relaxen und Schlafen bietet.

Natürlich wäre, wie immer, etwas mehr Stauraum wünschenswert, gerade wenn man in den teuren Norden fährt und viel Essen mitnehmen möchte aber auch so kommen wir gut klar – man darf eben einfach nicht zuviel unnützes Zeug anhäufen. Gut geplant ist halb verstaut, sag ich da. Übrigens belaufen sich die Materialkosten für den kompletten Einbau auf 120 €, doch je nach verwendeter Holzqualität (Sorte, Dicke, gehobelt oder ungehobelt, etc.) gibt es hier natürlich nach oben und unten noch etwas Spielraum.

VW Caddy Maxi CamperVan SleeperVan Bett
Fertig! Kann losgehen!

Wer Interesse hat kann sich ein PDF mit der Ausbau -Skizze zum VW Caddy mit Bett hier runterladen.

Nachdem wir 5 Monate mit dem obigen Ausbau durch Nordeuropa gereist sind wissen wir was uns fehlt und was wir verbessern können. Aus diesem Grund werden wir unseren Caddy erneut umbauen. Alles weitere hierzu gibt es in einer neuen Artikelserie zu unserem Ausbau Gunnar 2.0.

Wenn ihr mögt, schreibt uns einen Kommentar, falls ihr weitere Fragen zum Ausbau habt, euch der Artikel gefiel oder auch wie ihr selbst euer Auto ausgebaut habt. Selbstverständlich freuen wir uns auch wenn ihr den Beitrag mit anderen teilt.

Verfolgen Manuela:

Bereits seit früher Kindheit interessieren mich Reise- und Naturdokumentationen. Ich mag es die Welt zu entdecken, in ferne Länder zu reisen und in unsere Natur mit all meinen Sinnen einzutauchen.

10 Antworten

  1. nico
    | Antworten

    Guten Morgen Ihr Zwei!
    Schöner, anschaulicher Artikel zu Eurem Ausbau. Inzwischen habt Ihr da ja auch einiges an Erfahrung! 🙂

    Ich bin gerade selbst an etwas Ähnlichem dran. Allerdings auf Basis eines T5, da ich mit meinen 190cm Größe ein bisschen mehr Platz brauche um nicht morgens gerädert aufzuwachen. 😀

    Ich beabsichtige einen ganz ähnliches Ausbau wie Ihr. Allerdings werde ich stranggepresste Aluminiumprofile verwenden. Die kann man im Internet auf den Millimeter genau zugeschnitten bestellen. Vorteil ist, dass die Profile sehr steif und stabil sind. Mit Winkeln können sie einfach verbunden werden. Ich werde den so konstruierten Rahmen an den Zurösen des T5 Transporter Kombi verschrauben. Die Verlängerung der Liegefläche werde ich jedoch nicht klappbar sondern verschiebbar ausführen. Weiterhin wird die Matratze zweiteilig werden. So kann man die Verlängerung der Liegefläche unter die Matratze schieben und muss nicht viel umräumen um wieder auf die zweite Sitzreihe zugreifen zu können. Möchte ich den Bus doch auch noch als Transporter im Alltag benutzen können. 😉
    Übrigens steht die Kostenplanung für den Bettausbau incl. Matratze aktuell bei 375 EUR incl. Mehrwst. 😀

    Auf meinem Blog wird es dazu auch einen Artikel geben sobald ich das passende Basisfahrzeug gefunden habe. Busse sind nämlich wirklich nicht billig… leider… 😉
    Grüße!

    nico

    • Thomas
      | Antworten

      Hallo Nico,

      hört sich gut an dein Projekt. Bin schon auf deinen Blogartikel dazu gespannt, da ich mir dein geschildertes Aluminiumgestell gerade nicht so bildlich vorstellen kann.
      Wir tendieren zu Holz, da wir dies mit zu Hause vorhandenen Werkzeugen schnell und einfach bearbeiten können.

      Mit einem Bus haben wir auch am Anfang geliebäugelt aber als wir uns komplett und lecker-schmecker ausgebaute Busse (bei Reimo bzw. VW Tradeport) angeschaut haben, stellten wir fest, dass wir so weit noch nicht sind.
      Wir haben uns letztendlich gegen einen Bus entschieden aufgrund der Alltagstauglichkeit (niedriger und geringerer Spritverbrauch). Wenn wir wieder zu Hause sind, wissen wir nicht ob/wann wir das nächste Mal 5 Monate am Stück reisen werden. Des weiteren war der Caddy deutlich günstiger als der T5.
      Ferner war die günstigste Preiskategorie für die Fähre nach Island die mit einer Fahrzeughöhe bis 1,9 m. Der Caddy bleibt unter dieser Höhe während der Bus drüber ist.

      Wenn Du beim Caddy alle Sitze ausbaust hast Du eine Länge von 2,25 m bis zu Fahrer-/Beifahrersitz. Ich habe mir gerade mal die Maße des aktuellen Caddys bzw. VW Bus angeschaut. Der Wohnraum ist bis auf wenige Millimeter identisch. Schau mal nachfolgende Fotos.

      Vergleich Volkswagen Caddy Maxi mit Bus

      Solltest Du allerdings mit einem Bus mit langem Radstand planen, dann vergiss meine obige Anmerkung, denn der Transporter mit langem Radstand ist 40 cm länger als der Caddy Maxi.

      Wir haben bisher noch nicht in unserem Caddy übernachtet aber er gefällt uns super. Mal schauen wie wir damit klar kommen, dass wir nur eine Bettbreite von 1,12 m haben. Sollten wir feststellen, dass uns die Höhe des Caddy Maxi nicht ausreicht – auch mit dem neuen für Winter geplanten Umbau – können wir dem Caddy Maxi auch ein Aufstelldach verpassen lassen.

      Halt uns auf dem Laufenden, liebe Grüße

      TM

  2. Georg
    | Antworten

    Moin,

    schöne Sache! Wir haben im kurzen Caddy eine Liegefläche von etwas über 2m bei 1,4m Breite. Der Trick besteht darin, das Bett höher anzubauen, etwa auf Höhe der Unterkante der Fenster. Hinten haben wir eine ca 60cm hohe Box im Kofferraum und an die wird der Rest des Bettes dann aus zwei an den Gurtumlenkern der B-Säule abgehängten Aluprofilen und einem Roll-Lattenrost gebaut. Das ist unaufgebaut auch richtig kompakt. Mit einer 5cm Therm-a-Rest o.ä. zudem echt bequem, weil die Latten federn und nicht spürbar sind. Durch die Abhängung der Längsträger können wir Schrägstand des Autos ausgleichen.
    Die Vordersitze muss man beim kurzen in der Tat nach vorne drehen. Wir haben allerdings Drehkonsolen verbaut, so dass wir bis zum Aufbau des Bettes ein recht luftiges „Wohnzimmer“ bekommen.
    Einziger Nachteil unseres Bettes: Keine Sitzhöhe (bin 1,87m), für meine Frau ist es besser. Ist aber nicht wichtig, denn das Bett bauen wir erst abends und sitzen eher auf den Drehsitzen oder draußen.
    Weiterer Vorteil des höheren Bettes: Mehr Stauraum darunter. Man muss praktisch kein Gepäck hin- und herräumen.

    Euch viel Spaß in den Nordics!
    Wir waren gerade nur in Irland für netto 2 Wochen und ca 6000km kleinste Straßen und Green Roads. Norwegen steht auch noch an 🙂 Auto eignet sich dafür auch, haben die Diesel-Standheizung, den Allradantrieb etc.

    • Thomas
      | Antworten

      Wow Georg!
      Euer Ausbau hört sich super an! Hast Du ein paar Fotos zum Zeigen?
      Das mit mehr Breite haben wir uns bereits gedacht wenn wir höher gehen, aber das wollen wir nicht damit wir drin noch sitzen können. Die letzten zwei Tage konnten wir so in Island im Trockenen und windgeschützt frühstücken. Haben leider nicht so tolle Drehsitze wie ihr. Wie seit ihr denn an die Drehsitze gekommen? Ich kenne diese bisher nur ausm Bus. Wusste nicht, dass es die für’n Caddy gibt

      Was den Stauraum angeht fehlt uns nur ein bisschen Platz. Also praktisch das, was die zusammengeklappte Rücksitzbank gerade blockiert. Tagesrucksäcke liegen somit aktuell aufm Bett.

      Wo wart ihr in Irland unterwegs? Kenne den Süden (Cork, Bantry) und die Gegend um Killarny (Ring of Kerry).

      Danke für deinen Kommentar zum Ausbau, viele Grüße aus Island

      Thomas

  3. Georg
    | Antworten

    Tja – Bilder hab ich, aber nicht wirklich online. Unser Einbau ist aber auch eher zusammengekauft als zusammengeschraubt. Ich schraube zwar auch gerne, hab aber keine Holz-CNC etc. und wollte schnell was gut nutzbares haben. Bett und Box sind das Skippy-Grundmodul (ziemlich unbekannt) – habe dem Hersteller ein paar Bilder geschickt und er hat natürlich die online gestellt, auf denen die Box zu sehen ist: http://www.skippy-campingmodul.de/infos-und-service/skippy-unterwegs/
    Auf anderen Bildern sieht man bei ihm das Bett mit den abgehängten Längsträgern und dem Roll-Lattenrost.

    Für die Drehkonsolen gibt es in DE tatsächlich genau einen Hersteller: Zooom bei Augsburg (http://zooom.biz). Die werden nicht groß beworben und die Entwicklung stammt aus einem Caddy-Camper-Projekt, dass die Firma im Prototypenstadium aufgab. Grund war, dass Zooom immer Faltdächer einbaut und beim Caddy wird das wegen der hoch ins Dach ragenden Schiebetüren zu schmal. Die Drehkonsolen gingen aber in Serie und sind wirklich gut. Gibt auf youtube auch etwas unbeholfene Videos dazu (https://www.youtube.com/watch?v=kWjKLP4ijNY). Wir haben das beidseitig, also auch für den Fahrersitz.

  4. Georg
    | Antworten

    In Irland waren wir vor allem im Donegal, Sligo, Mayo – da war das Wetter am schönsten und vor allem ist die Landschaft spektakulärer als im Südwesten. Die Sleave League z.B. sind beim Wandern eine echte Herausforderung und nebenbei deutlich höher als die Cliffs of Moher. Der neue Star Wars wurde gerade bei Malin Head gedreht, als wir dort waren. Im Prinzip sind wir entlang des Wild Atlantic Ways gefahren, aber kleinere Straßen. Den Süden kennen wir auch ganz gut und waren z.B. am Mizen Head und am Ring of Beara. In Kerry haben wir uns diesmal eher auf die Pässe und Täler (Dunloe) konzentriert, weil wir den Ring of Kerry selbst nicht so spannend finden. Dennoch muss man den natürlich fahren – um zum sehr genialen Ring of Skellig und nach Valencia zu kommen.

    Island ist auch super – im Moment könnte man ja auch auf die Hochebene, was teils eine sehr spektakuläre Mondlandschaft ist. Man sollte halt getankt haben und Ersatzreifen mitnehmen 😉

    • Thomas
      | Antworten

      Hallo Georg!

      Vielen Dank für die ausführlichen Informationen zum Caddyumbau. Da haben wir was zum Stöbern wenn wir wieder zu Hause sind und es ist bestimmt eine Bereicherung für unser Winterausbauprojekt. So ein Drehsitz wäre schon klasse.

      Deine Schilderung zu Irland hört sich gut an. Mizen Head, Sheaps Head und Ring of Beara kenne ich auch.

      Viele Grüße aus den Westfjorden

      Thomas

  5. eberhard
    | Antworten

    Hallo Ihr Beiden,
    fahre ebenfalls einen Maxi, allerdings 4motion. Und bin von diesem Schweizer Messer auf 4 Rädern begeistert. Vor allem etwas schmaler als ein Bus und somit in Städten und Dörfern (Cevennen!) einfacher zu händeln. Vom Preis ganz zu schweigen.
    Wollte zuerst einen 75iger Toyota oder 110 Defender, aber dann siegte die Vernunft. Für europäische Verhältnisse absolut ausreichend. Und preiswerter.
    Ich habe einen Tramper, heute Beach. Da ich von Natur aus faul bin habe ich nur minimale Veränderungen vorgenommen, vor allem um auch sitzen/essen zu können:
    1. Kauf Box von Reimo, Ersatz für 2er Sitzbank – Porta Potti drin und der ganze Kleinkram, super!
    2. Kauf hängender Tisch von Vanessa; wird an Vordersitzen angebracht. Somit kann man auf der Bank oder dem 1er Sitz sitzen. Ausreichend Platz um zu essen und kochen (wer zaubert schon Menüs drinnen)
    3. IKEA Ivar schmal, etwas verkleinert, hinten festgezurrt (Wasserkanister und Küchenzubehör)
    4. Regalbretter von Ivar (wird eingehängt in das Regal, dient als Außentisch)
    Zubehör für unterwegs: Helio Pressure Shower, Primus Kocher, bushbox (kochen, heizen), schwedische Dreieckzeltbahnen,Größe /Anzahl je nach Bedarf als Tarp, Distanzhalter für Heckklappe (Luft Hund!), Dachbox für Zelte, Helinox Tisch und Stühle, Krimskram. Dazu Rucksäcke . Habe alles so konzipiert, dass es verschiedene Funktionen erfüllt fürs leben Draußen.
    Wichtige Option: Standheizung!!!
    Solltet Ihr mal ins interessanteste Land der Welt, KOlumbien reisen, lasst es mich wissen. War dort 7 Jahre im Amazonas.
    Liebe Grüsse, Eberhard Kohlsdorfer

    • Thomas
      | Antworten

      Hallo Eberhard,

      vielen Dank für deinen umfangreichen und überaus interessanten Kommentar.
      Vor allem kam er zu einem lustigen Zeitpunkt, denn wir waren am Mittwoch bei Reimo und haben uns mal einen komplett ausgebauten Caddy Camp mit Aufstelldach angeschaut. Sah elegant aus aber nichts für uns, da wir es unpraktisch finden: diese ganze Küche, Spüle, Elektrik brauchen wir in der Art nicht. Sie frisst aber beim Reimo Caddy sehr viel Platz. Also nichts mit Stauraum für Trekkingrucksäcke oder Zelt, etc.

      Nichtsdestotrotz war es gut bei Reimo gewesen zu sein, denn es hat hoffentlich unserer Faulheit einen Tritt gegeben, so dass wir unseren Ausbau 2.0 endlich in Angriff nehmen, zumal auch seit 2 Wochen beide Batterien da sind, welche wir als Zweitbatterie verwenden wollen. In Slowenien hätten wir den Regen sicherlich auch besser abwettern können, hätten wir schon den neuen Ausbau gehabt. Naja, irgendwie scheint alles so lange zu brauchen wie man Zeit hat und momentan fehlt irgendwie der Druck.

      Wir sind genauso wie Du vom Caddy begeistert, aber wenn wir jetzt etwas neues in dieser Richtung kaufen würden, würden wir uns den Nissan NV 200 mal anschauen.

      Bevor wir zu unserer Weltreise aufgebrochen sind wollte ich die Panamericana fahren. Natürlich sehr gerne mit einem Defender oder Toyota, so wie von Dir geschrieben. Überraschende Gemeinsamkeit was Autos angeht. 🙂 Die Panamericana-Träume und Allradträume habe ich wegen Geld und den gut asphaltierten Straßen in Deutschland (weitestgehend auch Europa) verworfen. Von den nicht vorhandenen Schrauber-Kenntnissen ganz zu schweigen.

      Auch diese Kiste für die 2er Rückbank ist uns bei Reimo zum ersten Mal ins Auge gesprungen aber vermutlich werden wir aus Kostengründen versuchen so viel wie möglich selbst zu bauen. Hat auch den Vorteil – sofern wir es denn handwerklich umsetzen können – dass alles auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist und unseren Vorstellungen/Wünschen entspricht.

      Wie zufrieden bist Du eigentlich mit deinem Helinox Tisch? Wir haben bei Reimo einen ähnlichen gesehen, klein zusammenlegbar und belastbar bis 30 kg, den Tucson von Camp4.

      Eine Standheizung wäre in manchen Situationen ganz nett, aber der Aufwand diese nachzurüsten ist uns zu hoch.

      Da wir durch unsere Weltreise sehr viel mit dem Flugzeug unterwegs waren, werden wir uns in Zukunft wohl eher auf nähere Reiseziel beschränken, die per Auto erreichbar sind, so nach Osten Richtung Karpaten. Aber sollten wir doch nach Kolumbien fliegen, kommen wir bestimmt auf Dich zurück. 7 Jahre Amazonas klingt nach einer sehr interessanten und bestimmt einmaligen Zeit!

      Hast Du von Kolumbien oder Deinem Caddyausbau Fotos im Netz zum Anschauen?

      Viele Grüße und ein schönes Wochenende
      Thomas

  6. Kurt
    | Antworten

    Hallo zusammen

    Sehr interessante Beiträge von Euch allen.
    Auch ich bin mir am überlegen einen Caddy Maxi anzuschaffen.
    Der T6 ist mir einfach zu gross und zu teuer. Und der Caddy im Alltag viel praktischer.
    Eventuell wäre man dann unterwegs froh um den Mehrplatz, allerdings ist so ein Reiseefährt ja immer ein Kompromiss.

    Mich würden ebenfalls Fotos von Eberhards Caddyausbau sehr interessieren. Ich habe mir schon viele Gedanken über meinen eigenen Ausbau gemacht und auch schon Pläne erstellt. Allerdings ist mir der Masterplan noch nicht gelungen.

    Viele Grüsse und eine schöne Woche
    Kurt

Deine Gedanken zu diesem Thema