Mit Gunnar auf den Blåhø

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Langsam neigte sich unsere Weltreise unweigerlich dem Ende entgegen. So machten wir uns wehmütig, jedoch auch gespannt auf die letzten Abenteuer dieser Reise, Richtung Heimat. Bei unserer Fahrt von Nordnorwegen nach Hause machten wir einen kurzen Zwischenstopp in Vågåmo, denn von hier führt eine 12 km lange Mautstraße hinauf auf den 1618 m hohen Berg Blåhø. Wir erwischten einen Tag mit hervorragendem Wetter, weshalb wir uns entschieden, die Straße mit Gunnar auf den Blåhø zu fahren. Wir wollten uns die Landschaft und die weitreichenden Täler von oben anschauen!

Norwegen Blåhø
Die farbenprächtige Hochebene

Die Strecke auf den Gipfel ist eine beschrankte Mautstraße, für die es 50 NOK zu entrichten galt. Nicht gerade viel für eine Strecke in solch rauem Gebiet. Die Schotterstraße war recht gut ausgebaut (da sind wir in Island schon deutlich schlimmeres gefahren) und führte durch eine leuchtende Landschaft aus Steinen, Flechten und Moosen. Je höher wir gelangten, desto schlechter wurde zwar das Wetter, aber dennoch umso weitreichender der Blick: das Rondane-Gebirge zeichnete sich im Osten ab und Richtung Norden waren die sanften Riesen des Dovrefjell zu sehen. Unmittelbar vor uns im Süden lag Jotunheimen.

Oben auf dem Gipfel war es äußerst windig, so dass es am dortigen Mast rüttelte und pfiff. Dunkle Wolken zogen schnell über uns hinweg und spitz aufragende Felsen unterstrichen das Bild der rauen Landschaft, in der wir uns mutterseelenallein befanden. Warm in unsere Daunenjacken eingemummelt genossen wir die atemberaubende 360° Fernsicht auf dem Gipfel. Der Blåhø ist der westlichste Zipfel des Reinheimen-Gebirges und bot daher eine wirklich imposante Sicht auf die umliegenden Täler: das Gudbransdalen, welches mit gut 320 km Länge Norwegens längstes Tal ist, und auf das Ottadalen mit dem See Vågåvatn.

Norwegen Blåhø
Panoramaaussicht

Als es immer ungemütlicher auf dem Gipfel wurde und der Wind uns gehörig ausgekühlt hatte, flüchteten wir wieder in den Schutze unseres Autos und machten uns auf den Weg hinunter. Anschließend fuhren wir weiter nach Lom und schauten uns die berühmte Stabkirche an. Diese Säulenstabkirche stammt aus dem 12. Jahruhundert und ist wohl das am meisten fotografierte Motiv des Ortes, schließlich gehört die Kirche zu den größten erhaltenen Stabskirchen Norwegens. Doch unser eigentliches Ziel war die Hochebene unweit des Sees Aursjoen, auf der wir uns mit Stefan treffen wollten. Hier erlebten wir eine einmalige Nacht voller spannender Gespräche. Über uns funkelten Myriaden an Sterne am nächtlichen Firmament und am Horizont erblickten wir etwas einmaliges? Doch das ist eine andere Geschichte, die ihr hier lesen könnt.

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Die Natur hat mich schon immer interessiert. Unabhängig vom Alter verbrachte ich gerne Zeit draußen. Dies hat sich bis heute noch gesteigert denn ich übernachte gerne im Zelt in der Wildnis und versuche die Schönheit der Natur mit der Kamera einzufangen.

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