Ein Schneeleopard zu Besuch

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Am vergangenen Wochenende hielt zum ersten Mal Schnee Einzug in die Niederrungen des Rhein-Main-Gebietes für diesen Winter. Gleich mehrere Zentimeter fielen, so dass wir auf dem Gehweg und im Hof Schneeschippen mussten. Diese ungewöhnlichen Geräusche schienen den Nachbarskater anzulocken. Erst spähte er ganz schüchtern und vorsichtig um die Ecke. Als die Situation sicher erschien wagte er sich auf die Treppenstufen zum Hof. Wir begannen einen Schneeball zu formen und warfen ihn Richtung Kater. Er wusste nicht so recht, was er damit anfangen sollte, doch als die zweite kleine weiße Kugel durch den Schnee kullerte erwachte sein Spieltrieb.

Katze spielt im SchneeVon den Treppenstufen ausgehend begann er nun durch den Schnee zu toben, jagte Schneeflocken und schlug Haken wie ein Feldhase während sein Schwanz Kapriolen vollführte wie der Schweif eines Pferdes. Es war die beste Unterhaltung, die wir seit langem genossen und schon bald mussten wir uns vor lauter Lachen die Bäuche halten.

Aber so richtig los ging es erst wenn wir einen kleinen Schneeball formten. Der Kater erkannte bereits an dem knirschenden Geräusch, welches das Formen verursachte, dass gleich etwas passieren wird. Mit seinen Augen nahm er uns ins Visier, die Pupillen weiteten sich und sobald der Schneeball flog oder durch den Schnee kullerte spurtete er los oder machte einfach nur einen großen Satz.

Katze spielt im SchneeDer Schnee spritzte regelrecht zur Seite, manchmal kam der Kater ins Rutschen und kurz vor dem Erreichen des Schneeballs streckte er die Vorderbeine weit nach vorne und fuhr die Krallen aus. Ruckzuck hatte er so die Beute in Form des Schneeballs gefangen und bearbeitete sie mit Vorder- und Hinterpfoten. Ja manchmal biss er sogar in das eiskalte Etwas hinein. Es war fantastisch dieses lustige Schauspiel beobachten zu können und neben all dem Spaß erhielten wir so auch einen exzellenten Einblick in das Jagdverhalten des Nachbarkaters.

Katze spielt im SchneeWir verbrachten eine ganze Weile des späten Nachmittags draußen im Schnee, doch irgendwann wurde es dem Kater zu kalt und er saß nur noch auf der Treppe und beobachtete uns. Abwechselnd immer ein Vorderpfötchen hochhaltend als wolle er uns mitteilen: „Ist ganz schön kalt“. Nach einiger Zeit hatte er genug von uns und trollte sich auf seinen Schlafstuhl, wo er sein nasses Fell trocken putzte und dann zusammengerollt als Katzenkringel in einen tiefen Schlaf fiel.

Nachfolgend die Geschichte in Form von Bildmaterial, wobei ich gestehen muss, dass es verdammt schwer war diese Bilder zu bekommen, da ich mit dem Anvisieren meist zu langsam war.

Verfolgen Thomas:

Die Natur hat mich schon immer interessiert. Unabhängig vom Alter verbrachte ich gerne Zeit draußen. Dies hat sich bis heute noch gesteigert denn ich übernachte gerne im Zelt in der Wildnis und versuche die Schönheit der Natur mit der Kamera einzufangen.

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