Erfahrungsbericht und Kameraeinstellungen zur Fotografie von Polarlichtern

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Nordlichter gehören meiner Meinung nach zu den beeindruckendsten und magischsten Naturphänomenen der Erde. Ausgelöst durch Sonneneruptionen rasen Teilchen auf die Erde und treten im Bereich der Pole in die Erdatmosphäre, wo die „trockene“ Physik für bezaubernde Lichterscheinungen am winterlichen Nachthimmel sorgt. Mit diesem Artikel möchte ich meine persönlichen Erfahrungen teilen, die ich beim Fotografieren der Aurora Borealis gesammelt habe. Der Artikel befasst sich damit was man bei der Zeit bzw. Ortswahl und bei der Kleidung für die Kälte beachten sollte. Selbstverständlich liefere ich auch Erfahrungswerte für die Kameraeinstellungen um Nordlichter zu fotografieren.

Meine Erfahrungen zur Fotografie in der Kälte bzw. zur Fotografie der Aurora Borealis habe ich in Tromsø (Nord-Norwegen) in den ersten beiden Januarwochen während einer Neumondphase gesammelt. Einen Reisebericht über die sehr schöne Stadt Tromsø gibt es HIER. Wer ebenfalls in Tromsø unterwegs sein möchte findet unter nachfolgendem Link eine Karte mit Orten an denen ich Polarlichter fotografiert habe.

Tromso – In search of lights from Thomas Guthmann on Vimeo.

Geht es im Vorfeld an die Planung einer Reise zum Fotografieren von Polarlichtern würde ich folgende Details berücksichtigen (ich gehe einfach mal davon aus, dass nicht jeder z.B. in Nord-Norwegen wohnt):

  • Ort mit einigermaßen berechenbarem/kalkulierbarem Wetter
  • Ort mit wenig Lichtverschmutzung
  • Zeit mit möglichst wenig Mond (meine persönliche Meinung ist, dass der Mond einfach deutlich heller strahlt als die Aurora – kommt dann noch Schnee hinzu wird es „richtig hell“)
  • man sollte sich darauf einstellen wenigstens bis Mitternacht unterwegs zu sein (die meiste Auroraaktivität beobachtete ich zwischen 21 Uhr und 24 Uhr, es gab aber auch Nächte, da war erst morgens um 04 Uhr Feierabend)
Aurora VS. Mond
Aurora VS. Halbmond

Die Aurora Borealis tritt im hohen Norden in Erscheinung und dies von Herbst bis zum Frühling. Dies bringt Temperaturen um null Grad oder deutlich darunter mit sich – abhängig davon wie weit man in den Norden reist, ob man sich am Meer oder im Inland aufhält. Entscheidet man sich für den beginnenden bzw. den ausklingenden Winter hat dies den Vorteil, dass man tagsüber noch Licht für Aktivitäten hat, da die Polarnacht (Bsp. für Tromsø 26. November – 15. Januar) noch nicht begonnen hat oder bereits wieder zu Ende ist.

Aufgrund der kalten Temperaturen gebe ich folgende Kleidungs-Hinweise:

  • Daunenjacke
  • gefütterte Hose (Primalofthose oder Daunenhose)
  • Handschuhe
  • Mütze mit langen „Ohren“, welche die Wangen bedecken
  • Schuhe mit dicken Sohlen (als Isolation zum Boden)
  • Schuhspikes zum Überziehen, um nicht auf Eis ins Rutschen zu geraten
  • Einlege-Thermosohlen (einseitig mit Alu beschichtet)
  • Stirnlampe mit Rotlicht (angenehm für die Augen, da diese sich nicht umstellen müssen von ziemlich dunkel auf helle Taschenlampe und wieder zurück)
  • Thermoskanne, um etwas Warmes trinken zu können (oder Kocher mitnehmen)
  • angenehmes Extra: Schneeschuhe und Wanderstöcke, um an Orte zu kommen, die nicht gleich neben der Straße liegen

Was sollte man bei der Kamera-Ausrüstung zur Nordlichtfotografie beachten?

  • ein Stativ ist aufgrund der langen Belichtungszeiten essentiell (Review Sirui Reisestativ)
  • Stativbeine mit Schaumstoffpolsterung (wer Metall bei deutlichen Minusgraden schon mal angefasst hat weiß warum)
  • Weitwinkel-Objektiv (10 – 14 mm) oder Fish Eye (ich hatte nur 16 mm zur Verfügung und empfand dies als zu wenig)
  • bei Bedarf Fernauslöser für die Kamera oder Steuereinheit
  • Blitz oder Lampe um Gegenstände oder Personen vor der Aurora aufzuhellen

Je nach Art der Fernbedienung gilt es zu beachten, dass je nach Minusgraden bei einer kabelgebunden Fernbedienung das Kabel starr/hart wird bzw. bei einer Funkfernbedienung oder Steuereinheit die Batterien leer gehen können (erhöhte innere Widerstände und verminderte chemische Reaktionsgeschwindigkeit). Als leer angezeigte Batterien bekommt man z.B. durch wärmen am Körper wieder flott. Ersatzakkus sollten daher immer möglichst körpernah verwahrt werden. Meine Kamerabatterien haben bei moderaten Minustemperaturen 2 Nächte gehalten. Bei Temperaturen von -16 °C hatten sie bereits nach einer halben Stunde 30 % ihrer Kapazität eingebüßt.

Vor Ort sollte man ständig ein Auge auf das Wetter und die Aurora Forecast haben um abschätzen zu können wann es sich lohnt welchen Ort aufzusuchen.

Ist man unterwegs, stellt sich die Frage wie man die Aurora erkennt und weiß, dass sich gerade eine am Himmel befindet!?
Für eine Vorhersageaktivität von Level 1-2 sollte man am Himmel nach einer ungewöhnlichen, langgezogenen, gräulichen Wolke Ausschau halten (ein Band, das sich über den Himmel schlängelt vergleichbar mit einem Kondensstreifen eines Flugzeugs). Wenn man sich nicht sicher ist, einfach eine Testaufnahme mit der Kamera machen. Diese wird dann innerhalb weniger Sekunden offenbaren, ob es sich um eine Aurora handelt oder nicht.
Ab Level 3 sind Nordlichter mit dem bloßem Auge nicht mehr zu übersehen. Man erkennt deutlich die Grünfärbung und/oder weitere Farbschattierungen bzw. sieht die Tanzbewegungen.

Welche Kameraeinstellungen sollten man beachten, um die Aurora zu fotografieren?

Zuerst einmal fand ich es hilfreich, dass ich mich im Hellen damit auseinandergesetzt habe, bei welcher Einstellung das Objektiv, welches ich verwende, auf unendlich fokussiert.
Bevor ich nun nachfolgend Richtwerte niederschreibe und im Anschluss Beispielfotos inkl. Einstellungen in Abhängigkeit der Auroraaktivität liefere, finde ich es wichtig hervorzuheben, dass man vor Ort immer erst ein paar Testaufnahmen der Aurora machen sollte. Diese Aufnahmen sollte man unbedingt mit dem Histogramm der Kamera bewerten und nicht einfach anhand der Rückschaufunktion auf dem Kameradisplay nach dem Motto „sieht gut/hell aus“. Nur das Histogramm zeigt einem, ob nicht doch zu viel unterbelichtet ist oder bereits Teile der Aurora überbelichtet sind, so dass sie clippen.
Ferner sind die Augen an die Dunkelheit angepasst, dagegen ist ein Kameradisplay schon fast ein Leuchtfeuer.

Ich persönlich fotografiere ausschließlich im RAW-Format (Rohdatenformat).

Richteinstellungen zur Fotografie von Nordlichtern:

ISO: 1600
Blende: 2,8 (mehr hat mein Objektiv nicht hergegeben – so lichtstark wie möglich)
Verschlusszeit: 10 Sekunden

Ich empfehle oben beschriebene Einstellungen als Voreinstellungen in der Kamera abzuspeichern, so dass man schnell ein paar Richteinstellungen zur Hand hat, welche es dann nur noch je nach Aufnahmesituation anzupassen bzw. fein einzustellen gilt.
Falls man keine Fernbedienung verwendet empfehle ich, um Erschütterungen der Kamera im Moment des Drücken des Auslösers zu vermeiden, den Selbstauslöser der Kamera auf 2 Sekunden einzustellen.

Tabelle mit verschiedenen Einstellungen zur Fotografie der Aurora Borealis mit Beispielfotos:

Die Fotos sind unbearbeitete RAW-Files so wie sie aus der Kamera kamen.

Einstellungen Foto Bemerkung
Aurora Level 2
ISO 6400
Blende 4
Belichtung 30 Sek
Brennweite 24 mm
Aurora_AL2_ISO6400_F4_30sek_24mm Schwache Aurora, Distanz, f4 machen lange Belichtungszeit und hohes ISO nötig. Alles recht hell, Sterne scheinen durch
Aurora Level 2
ISO 3200
Blende 2.8
Belichtung 15 Sek
Brennweite 16 mm
Aurora_AL2_ISO3200_F2.8_15sek_16mm Aurora kommt besser zur Geltung als bei unterem Foto mit längerer Belichtung
Aurora Level 2
ISO 3200
Blende 2.8
Belichtung 25 Sek
Brennweite 16 mm
Aurora_AL2_ISO3200_F2.8_25sek_16mm Belichtung zu lang, Aurora hebt sich kaum noch vor hellem Hintergrund hervor
Aurora Level 3
ISO 4000
Blende 2.8
Belichtung 8 Sek
Brennweite 16 mm
Aurora_AL2_ISO4000_F2.8_8sek_16mm Dünnes Auroraband und kurze Belichtungszeit erfordern mehr ISO
Aurora Level 3
ISO 5000
Blende 4
Belichtung 10 Sek
Brennweite 24 mm
Aurora_AL3_ISO5000_F4_10sek_24mm Distanz zur Aurora und f4 erfordern mehr ISO
Aurora Level 4
ISO 1600
Blende 2.8
Belichtung 8 Sek
Brennweite 16 mm
Aurora_AL4_ISO1600_F2.8_8sek_16mm
Aurora Level 5
ISO 1600
Blende 2.8
Belichtung 5 sek
Brennweite 16 mm
Aurora_AL5_ISO1600_F2.8_5sek_16mm Aufgrund der Nähe zur Aurora kurze Belichtungszeit
Aurora Level 5
ISO 1600
Blende 2.8
Belichtung 10 sek
Brennweite 16 mm
Aurora_AL5_ISO1600_F2.8_10sek_16mm Aufgrund der Distanz zur Aurora lange Belichtungszeit und für Reflexionen im Meer

Wer an höher aufgelösten Fotos von der Aurora Borealis interessiert ist findet diese in einem gesonderten Beitrag.

Die Fotos der Tabelle zeigen, dass nicht nur die Stärke der Aurora eine Rolle spielt für die Kameraeinstellungen, sondern auch die Distanz zur Aurora. Ist diese „zum Greifen nahe“ sendet sie ein deutlich stärkeres Leuchten aus, als wenn sie 10 km entfernt über einen Berg zieht.

Die Tanzbewegungen der Aurora sind schneller als ich sie mir vorgestellt hatte. Deshalb sollte einem bewusst sein, dass wenn man diese Tanzbewegung „einfrieren“ möchte eine kürzere Verschlusszeit als 10 Sekunden gewählt werden sollte. Wählt man eine Verschlusszeit länger als 10 Sekunden, sollte man im Hinterkopf haben, dass sich die Bewegungen überlagern und nicht mehr „einzeln aufgeschlüsselt“ werden können – dafür leuchtet die Aurora stärker und wirkt weicher.

Wenn man Polarlichter in einer Nacht nicht nur an einem Ort fotografiert, sondern Ortswechsel z.B. mit dem Auto oder dem Bus durchführt, sollte man je nach Minusgraden darauf achten, dass sich auf der Kamera wenn diese von der Kälte in die Wärme gelangt keine Kondensationsfeuchte bildet. Im Warmen (z.B. Autoinnere) ist das je nach Kamera nicht ganz so gravierend, aber wenn diese Feuchte ins Gehäuse eindringt und man dann wieder nach draußen ins Kalte geht kann es passieren, dass bei zweistelligen Minusgraden diese Feuchte gefriert und dann ist im schlimmsten Fall die Kamera kaputt.
Zur Sicherheit empfehle ich deshalb bei zweistelligen Minusgraden die Kamera draußen im Kalten in einen wasserdichten Packsack zu packen (evtl. sogar mit Silicagel-Päcken ausgestattet) und die Kamera so lange sie im Warmen transportiert wird im Packsack zu belassen und erst wieder im Kalten auszupacken. Die Luft im Packsack und die Kamera erwärmen sich nur allmählich und die kalte Umgebungsluft, in der die Kamera im Freien in den Packsack verstaut wurde, enthält deutlich weniger Luftfeuchte als die Warme.
Schaut man durch den Sucher oder auf das Kameradisplay, sollte man in diesem Moment nicht direkt ausatmen, denn auch diese Feuchte schlägt sich auf der Kamera nieder und kann gefrieren.

Von Zeit zu Zeit die Linse begutachten, ob sich dort nicht ein Niederschlag gebildet hat. Als ich direkt an der Küste die Aurora fotografiert habe, war dies alle knappe Stunde der Fall.

Wichtig bei einer Reise um Polarlichter zu fotografieren ist, wie ich finde, dass man sich bewusst ist, dass die Aurora Borealis ein Naturphänomen ist und dieses nur in gewissen Teilen berechenbar ist. Hinzu kommt noch, dass man einen wolkenlosen Himmel braucht. Ebenfalls eine Naturgesetztmäßigkeit, die man nicht in der Hand hat. Ferner muss man zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Auch bei mir kam es vor, dass trotz Aurora Forecast Level 5 und keiner Wolke am Nachthimmel nur ein schwaches „Aurörchen“ am Himmel tanzte.
Wir waren 14 Tage unterwegs und haben in 8 Nächten Polarlichter in den Aktivitätsstufen 1-5 gesehen.

Sollte ich Fragen offen gelassen habe, oder etwas unklar sein, genügt es einen Kommentar zu hinterlassen oder mir eine Email zu schreiben.
Selbstverständlich freue ich mich auch über Feedback in Form von Kommentaren.

Happy light chasing!

P.S.: Wer an höher aufgelösten Fotos von der Aurora Borealis interessiert ist findet diese in einem gesonderten Beitrag.

Verfolgen Thomas:

Die Natur hat mich schon immer interessiert. Unabhängig vom Alter verbrachte ich gerne Zeit draußen. Dies hat sich bis heute noch gesteigert denn ich übernachte gerne im Zelt in der Wildnis und versuche die Schönheit der Natur mit der Kamera einzufangen.

30 Antworten

  1. Michael Auras
    | Antworten

    Hallo Thomas,
    möchte mich hier an dieser Stelle einmal ganz herzlich für Deine tollen Ratschläge zum Thema Polarlicht bedanken. Auf Deiner Seite gibst Du mir immer wertvolle Ratschläge und Tipps zu Reisen und Fotografie. Durch Dich bin ich erst auf die Idee gekommen dieses Jahr im Winter das Polarlicht zu fotografieren. Es war ein Tolles Erlebnis und dank Deiner Informationen bin ich mit einer guten Ausbeute an tollen Fotos nach Hause gekommen.
    Viele Deiner Erfahrungen haben mir sehr geholfen und konnte so Fehler vermeiden.
    Deine Berichte sind immer sehr informativ und ich freue mich schon auf viele weitere Berichte und Informationen.

    Michael

    • Thomas
      | Antworten

      Hi Michael,

      freut mich, dass ich Dir weiterhelfen konnte und Du tolle Erlebnisse jenseits der -30 Grad Celsius hattest.

      Viele Grüße

      THOMAS

  2. jan
    | Antworten

    vielen dank für die tipps, ich war zwar nur in trondheim, hatte aber trotzdem das glück bei -2° ein polarlicht zu sehen – trotz vollmond und 5 kilometer östlich der stadt : )

    viele grüße
    jan

  3. Peter Elbert
    | Antworten

    Hallo Thomas,
    ich habe deinen Bericht mit sehr großem Interesse gelesen. Ich war in der ersten Märzwoche 2015 für 5 Tage in Tromsø und hatte leider nur eine klare Nacht. Leider hatte ich meine Kamera völlig falsch eingestellt, so dass kaum ein Bild etwas geworden ist. Ich war vom Polarlicht derart fasziniert, dass ich die Cam immer nur mit Fernbedienung ausgelöst hatte, während ich ununterbrochen in den Himmel starrte…. ^^
    Jetzt habe ich die Bilder „nur“ in meiner Erinnerung. Nach der Heimkehr habe ich sofort einen neuen Aufenthalt jetzt im Oktober 2015 gebucht, jetzt aber in Luosto/ Nord-Finnland. Auf Grund deines Berichts hier werde ich besser vorbereitet sein.
    Viele Grüße
    Peter

    • Thomas
      | Antworten

      Hallo Peter,

      fünf Tage ist in meinen Augen straff kalkuliert um Polarlichter zu sehen. Es müssen einfach zu viele Faktoren zusammen kommen um das unvergessliche Schauspiel am Himmel zu sehen. Nichtsdestotrotz super, dass Du die Aurora wenigstens an einem Abend sehen konntest 🙂

      Selbst wenn es nicht mit der Kamera klappt … Hey, Du hast dieses fantastische Schauspiel live mit deinen eigenen Augen gesehen!!! Es wird unvergesslich bleiben! Was hat denn an deinen Fotos nicht gepasst? Sind sie komplett nichts geworden oder würde etwas Nachbearbeitung helfen?
      Drücke Dir die Daumen für Oktober, dass dann alles besser wird. Bei Fragen meld Dich aber gib mir etwas Zeit für eine Antwort, da wir gerade auf Weltreise sind.

      Viele Grüße

      Thomas

      • Peter Elbert
        | Antworten

        Hey Thomas,
        ich konnte leider nur in dieser tatsächlich zu kurzen Zeit. Aber da ich ein Norwegen-Freak bin, hab ich jede Sekunde genossen und Tromsø ist ja eine tolle Stadt in einer betörenden Landschaft. Tagsüber hatte ich fast nur „heavy sunshine and blue sky“…
        Ich hatte die Aurora schon im Landeanflug gesehen und war total aufgeregt… eine Stunde später war der Himmel zugezogen…
        Ja, ich hab die Aurora an einem Abend gesehen und ich war völlig überrascht von diesem Naturschauspiel. Ich hatte es mir anders vorgestellt. Kaum ein Bild und kaum ein Video gibt das richtig wieder. Diese Dynamik… und das war auch der Grund für die falsche Einstellung an der Cam. Zu hohe ISO und viel zu lange Belichtungszeiten….
        Egal, im Oktober bin ich besser vorbereitet, auch Dank deiner Hinweise hier.
        Klar werde ich berichten… 🙂

        Euch noch ne tolle Zeit auf eurer Weltreise. Genießt es und passt auf euch auf.

        Viele Grüße
        Peter

  4. Kirsten Koch
    | Antworten

    Hallo Herr Guthmann,

    ich bin zufällig auf Ihre Seiten gestoßen. Sie haben mir wertvolle Tipps vermittelt.

    Ich werde ab dem 28.12.2015 nach Tromso fahren und hoffe dort tolle Fotos und Erfahrungen machen zu können.

    Lieben Dank

    Kirsten

    • Thomas
      | Antworten

      Hallo Kirsten!

      Freut mich, dass ich mit meinen Erfahrungen Tipps vermitteln konnte.
      Ich wünsche Dir eine tolle Zeit in Tromsø. Für uns war die Zeit in Tromsø ein unvergessliches Reisehighlight.

      Viele Grüße vom Ende der Welt

      Thomas

  5. Peter Elbert
    | Antworten

    Hey Thomas,
    dann melde ich mich mal aus Lappland zurück…
    Mein Bericht ist aber sehr kurz. Ich hatte kein Polarlicht, aber dafür immer einen bedeckten Himmel. Am Abreisetag war der Himmel dann wolkenlos.
    Ich hab meine Zeit dort trotzdem genossen.
    Gruß Peter

    • Thomas
      | Antworten

      Hey Peter!

      So ein Mist, dass Du immer einen bedeckten Himmel hattest.
      Wir haben die vergangenen zwei Wochen oft die Nordlichtaktivität verfolgt und sie war gigantisch (oft zeigte die Aurora Forecast App eine 6-8). Deshalb hatten wir gehofft „Southern Lights“ hier in Ushuaia zu sehen, aber wir hatten leider das gleiche Problem wie Du: nahezu eine geschlossene Wolkendecke.

      Viele Grüße vom Ende der Welt

      Thomas

  6. Peter Elbert
    | Antworten

    Hey Thomas,
    ich hatte mich halt schon Monate vorher auf diese Zeit festgelegt. Deshalb war da nix mit reagieren. Aber ich fahre nie ohne Plan B-Z – soll heißen, ich hatte ne gute Zeit und jetzt plane ich eben eine neue Reise. Irgendwann wird das klappen. 🙂

    Gruß ans Ende der Welt
    Peter

    • Thomas
      | Antworten

      Hey Peter!
      Wie die Bewölkung sich verhält oder ob in 3 Monaten eine hohe Wahrscheinlichkeit für Polarlichter ist lässt sich schlecht planen.
      Dafür hattest Du bestimmt noch Tageslicht. Dies hatten wir leider nicht bei unserer Reise nach Tromsø. Nächstes Mal würde ich in den Norden reisen wenn noch Tageslicht für ein paar Stunden herrscht um andere Sachen unternehmen zu können.

      Grüße in die Heimat

      Thomas

  7. Peter Elbert
    | Antworten

    Hey Thomas,
    Ich hatte bei beiden Reisen, Tromsø und Luosto, noch Tageslicht. Daher hatte ich auch zusätzliche Möglichkeiten das Land und sogar ein paar Menschen kennenzulernen. Und ich konnte mich zum Glück auf Rentierherden einstellen, die ziemlich unvermittelt auf der Straße stehen, auch nachts. Das hatte ich zu Beginn nicht auf der Rechnung. 🙂
    Ich bin gespannt, wohin mich meine Planungen im nächsten Jahr führen werden.
    Gruß aus der Heimat
    Peter

  8. Ulli
    | Antworten

    Hallo Ihr Beiden,
    bin über Euren Bericht Tromsö und Nordlichter auf Eure Seite gestoßen und meine weitere Neugierde wurde spontan geweckt.
    Als ehemaliger Sportflieger habe ich schon das Nordkap über- und umflogen.
    Nun möchte ich demnächst mit einer befreundeten Fotografin auf dem Landwege nach dort. Das heißt, es ist geplant bis Tromsö zu fliegen.
    Danke für die fotografischen Nordlichter-Tips, waren mir sehr hilfreich. Bin schon auf weitere News gespannt.

    Gruß Ulli

    • Thomas
      | Antworten

      Hallo Ulli!

      Freut uns, dass wir Dir mit unseren Nordlicht-Tipps helfen konnten. Wo hast Du sie denn gesehen? Auch in Tromsø?

      Viele Grüße

      Thomas

  9. Peter Elbert
    | Antworten

    Hallo,
    jetzt kann auch ich mal über einen vollen Erfolg berichten. 🙂
    Nachdem ich in Tromsø und Luosto bezüglich des Polarlichts nur „mäßigen“ Erfolg hatte, bin ich vom 22.02. bis 29.02. in Alta gewesen. Hier hatte ich dann 3 Nächte bestes Wetter mit tollem Lichtzauber. Die mit Abstand aufregendste Fotosession war am Nordkap. Selten hatte ich einen so klaren Himmel und dann dieses Polarlicht…. es war zutiefst beeindruckend.
    Ich hatte nur einen Fehler in der Vorbereitung. Meine Idee war, die Aurora mit dem Nordkap-Globus auf den Bildern zu haben. Leider war das Kap gesperrt (Oktober – März) und man durfte ein Mal am Tag in Kolonne und mit Schneepflug zum Kap fahren. Im Nachhinein eine sinnvolle Regelung, wie ich aus eigenem Erleben auf der Rückfahrt im Schneesturm sagen muss.
    Ich war dann nachts auf den Höhenzügen unterwegs und hatte eine fantastische Rundumsicht. Den Rest der Nacht habe ich dann in Honningsvåg im Hotel verbracht.
    Es wird einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
    Ein Insider gab mir den Tipp, das Kap im September zu besuchen. Man hat Tageslicht, die Natur ist noch farbig und nachts gibts die Aurora. 🙂
    Gruß
    Peter

    • Thomas
      | Antworten

      Hallo Peter!

      Super, dass es nun endlich geklappt hat! 🙂 Freut mich!
      Zeigst Du deine Fotos irgendwo?

      Danke auch für die Weitergabe des Insider-Tipps. Muss ich mir doch gleich mal verinnerlichen 🙂

      Viele Grüße

      Thomas

  10. Peter Elbert
    | Antworten

    Hey Thomas,
    ich sichte und bearbeite die Bilder noch. Dann werde ich auf facebook eine kleine Auswahl posten und vermutlich werde ich in meinem Blog doch noch einen Artikel schreiben und mit Bildern ausschmücken. Hauptsächlich werde ich aber ein Fotobuch gestalten, weil man doch eher zu einem Buch greift, als den PC anzuwerfen.
    Gruß
    Peter

    • Thomas
      | Antworten

      Hi Peter,

      wenn Du magst lass mich an Deiner Facebook-Auswahl oder deinem Blogpost teilhaben.

      Würde mich freuen

      Thomas

  11. Peter Elbert
    | Antworten

    Hey Thomas,
    klar kannst du dir das ansehen.
    Bei fb bin ich der
    Peter Elbert Neuwied
    und mein Blog ist hier zu finden:
    https://sloopjohnp.wordpress.com/

    In fb hab ich das Titelbild geändert und vor ein paar Tagen ein paar Fotos geladen. Ein Album folgt noch. Auch im Blog habe ich noch nichts geschrieben. Der letzte Eintrag ist vom Dezember. Ich werde aber definitiv einen kleinen Bericht mit Bildern posten, da ich inzwischen meine neue Situation akzeptiert habe und es für mich sogar eine Art „Therapie“ ist. Der Blog ist nur ein Auszug meines (nicht öffentlichen) Tagebuchs, das inzwischen über 4000 Seiten hat. 🙂
    Es dauert nicht mehr lange. Ich muss knapp 1000 Bilder sichten und bearbeiten, weil ich mir von der Reise ein Fotobuch erstellen will.
    Gruß
    Peter

  12. Tanja
    | Antworten

    Hallo Thomas
    Danke viel mal für den Post. Das ist sehr interessant. Ich bin leider noch ein ziemlicher Anfänger was das fotografieren angeht, jedoch würde ich das auch gerne mal versuchen. Allerdings fängt es schon damit an, dass ich nicht genau weis, was mit „Fokus unendlich“ gemeint ist? Kannst du das noch für Dummies wie mich erklären? ^^

    Lg Tanja

    • Thomas
      | Antworten

      Hallo Tanja!

      Polarlichter befinden sich sehr weit weg zum Fotografieren. Würdest du am Tag ein Objekt fotografieren, welches richtig weit weg ist, kannst Du am Objektiv sehen, dass der Autofokus der Kamera, in den Bereich von „Unendlich“ fokussiert (einen Berich ab dem alles scharf abgebildet wird). Dies erkennst Du an der kleinen Skala am Objektiv. Dort steht die Markierung nun auf oder kurz vor dem Unendlichsymbol (einer querliegenden Acht). Genau dies brauchst du auch für Nordlichter nur tritt hier das Problem der Dunkelheit auf, so dass der Autofokus es nicht mehr schafft automatisch auf „Unendlich“ zu fokussieren. Dies musst Du nun nachholen, also dein Objektiv manuell (Autofokus ausgeschaltet) auf den Bereich „Unendlich“ stellen, um richtig weit entfernte Objekte scharf abzubilden. 

      Alle Klarheiten beseitigt? 🙂

      Viele Grüße 

      Thomas

  13. Jean-Pierre Bachmann
    | Antworten

    Hallo zusammen

    Ich habe noch keine Polarlichter gesehen; habe aber jetzt Mitte März 17 eine Woche Luosto Finnland-Lappland gebucht und freue mich.
    Aus den Beschreibungen zu folgen ist das echte Erleben von Polarlichtern mit keinem Foto/Film zu vergleichen.
    Es ist dasselbe wie mit dem echten Matterhorn bzw. dem echten Eifelturm versus Fotos. Die Echten hauen einem um ; die Fotos können einfach schön sein und immerhin jemand bewegen, dass Echte einmal sehen zu wollen.
    Besten Dank für die Fototipps !

  14. Stefan S.
    | Antworten

    Hallo,

    ich werde über den Jahreswechsel die Hurtigruten fahren und hoffe natürlich auch Polarlichter zu sehen.
    Wie stehen die Chancen vom Schiff aus Fotos zu machen. Stelle mir das nicht so einfach vor.

    Gibt’s dazu vllt. auch einige Tipps?

    Die Einstellungen werde ich auf jeden Fall vorher mal antesten.

    Gruß
    Stefan

    • Thomas
      | Antworten

      Hallo Stefan,

      ich selbst habe noch nie Nordlichter von einem Schiff aus beobachtet, geschweige denn fotografiert. Aus diesem Grund beruhen nachfolgende Anmerkungen nicht auf meinen Erfahrungen, sondern nur aus meinen Gedanken zu Deiner Frage.

      Ein Schiff ist ein sich bewegendes Objekt. Ebenso bewegt sich das Meer. Aus diesem Grund wirst Du selbst mit Stativ nicht die nötige „Ruhe“ für Langzeitbelichtungen haben.
      Ein Schiff hat seine eigene Beleuchtung. Wenn die Aurora nicht stark genug ist, wirst Du sie aufgrund der Hintergrundbeleuchtung nicht sehen können.

      Um es kurz zu machen: ich kann mir vorstellen, dass Du, bei entsprechender Stärke, Polarlichter mit deinen Augen beobachten kannst, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Du auf einem sich bewegenden Schiff Fotos von der Aurora Borealis wirst machen können.

      Viele Grüße

      Thomas

  15. Peter Steiner
    | Antworten

    Hallo Nordlichtjäger
    Noch eine Ergänzung zur Thematik des Kondenswassers:
    Nach der Rückkehr ins Hotel will man ja sofort die Bilder am Computer anschauen – dann kommt aber die Kamera ins warme Klima.
    Ich habe jeweils den Chip noch vor dem Hotel aus der Kamera genommen und die Kamera in der verschlossenen Fototasche im Hotelzimmer einige Stunden langsam „auftauen“ lassen.
    Pesche

    • Thomas
      | Antworten

      Hallo Peter,

      danke für den cleveren Tipp.

      Viele Grüße

      Thomas

  16. Bea Gafner
    | Antworten

    Hallo Peter, Riesen Dank für deinen Blog. Schon viel gelernt. Aber habe ein nicht eruirbares Problem.
    Kamera Sony Alpha 7 ||
    Bei KP Level 2 sind fast alle meine Fotos extrem rot!
    Kann dies vom Weissabgleich sein?
    Hatte F 2.5, Iso 1000 Zeit 15 sek
    Kannst du mir da ev. eine Idee geben. Bin nur noch paar Tage in Tromsö und würde doch gerne noch was echt tolles auf der Linse haben
    Gruss Bea

    • Thomas
      | Antworten

      Hallo Bea,

      ich vermute, dass es an der Lichtverschmutzung liegt, da der Kamerasensor viel sensibler ist als das menschliche Auge und so auch geringe Abstrahlungen von Städten am Horizont einfangen kann. Versuche doch einmal in einer sternenklaren Nacht fernab einer Stadt zu fotografieren. Tritt das Problem auch dann auf?

      Viel Erfolg

      Thomas

  17. Bea Gafner
    | Antworten

    Sollte natürlich Thomas heissen. Entschuldige

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